Danke, danke, danke!

Grigory Sokolov im Gewandhaus zu Leipzig Der Termin ist, abgesehen von einer Verschiebung aus dem November in den Mai, längst ein unverzichtbar regelmäßiger Eintrag alle zwei Jahre im Terminkalender: Grigory Sokolovs Klavierspiel ist einfach faszinierend. Auch gestern im Gewandhaus zu Leipzig stellte sich mit dem ersten Tastenschlag wieder jene Aura ein, Stille und Spannung, die … Danke, danke, danke! weiterlesen

Romantische Orgeleinflüsse

Domorganist Andreas Meisner spielte an der Silbermann-Orgel der Hofkirche Zuletzt war Andreas Meisner vor knapp drei Jahren beim Dresdner Orgelzyklus gewesen, hatte in der Kreuzkirche virtuose Orgelromantik unter anderem von Félix Alexandre Guilmant, Nicolas Jacques Lemmens, Marco Enrico Bossi und Franz Liszt präsentiert und schon damals die Leichtigkeit von Liedern ohne Worte, die manchem der … Romantische Orgeleinflüsse weiterlesen

Ostergrüße

Holger Gehring bleibt beim Orgelzyklus in der Osterwoche Das Gespräch »Unter der Stehlampe« in der Heinrich-Schütz-Kapelle der Dresdner Kreuzkirche findet immer mehr Zuhörer. Manche von ihnen waren wohl gespannt, was diesmal passieren würde, denn Kreuzorganist Holger Gehring spielte das Konzert selbst und hatte keinen Gastorganist eingeladen, also fehlte ihm als Gastgeber und Hauptdarsteller in einem … Ostergrüße weiterlesen

Passion mit viel Applaus

Dresdner Kapellknaben mit Bachs Johannes-Passion Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion (BWV 245) feiert Anfang April ihren 300. Geburtstag. Das Jubiläum allein wäre schon Wert, gewürdigt zu werden. Doch während für andere (Knaben)chöre Bachs Passionen fest ins jährliche Repertoire gehören, ist das Programm der Dresdner Kapellknaben an der Katholischen Hofkirche (Kathedrale) in der Vor- und Osterzeit jeweils … Passion mit viel Applaus weiterlesen

Auf den Flügeln des Gesangs

Harfenist Markus Folker Thalheimer überrascht mit der Vielsaitigkeit der Harfe Die Harfe ist seit jeher ein Instrument des Gesangs – nicht nur Engel, Orpheus höchstpersönlich sang zu Harfenbegleitung. Was liegt da näher, als ihre Ausdrucksmöglichkeiten mit dem Gesang zu vergleichen? Andererseits werden ihre Saiten »geschlagen«, was die Gegenüberstellung mit einer Laute oder einem Klavier nahelegt … Auf den Flügeln des Gesangs weiterlesen

Bach wärmt von innen

Weihnachtsoratorium mit dem Dresdner Bachchor Nach den ersten drei Kantaten im Advent vollendete Kantorin Elke Voigt mit ihrem Dresdner Bachchor am Sonnabend Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in der Martin-Luther-Kirche. Jetzt standen die Kantaten IV bis VI auf dem Programm, passenderweise am Epiphaniastag, für den Bach die letzte der Kantaten schrieb, mit dem das Weihnachtsfest offiziell … Bach wärmt von innen weiterlesen

Der Morgenstern ist aufgedrungen

Kreuzchorvesper zum Epiphaniasfest Es versprach (und verspricht weiterhin) zwei nur scheinbar gleiche (oder ähnliche), ganz besondere Erlebnisse: die Aufführung einzelner Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Vesper und im Gottesdienst und nachfolgend die geschlossene Darbietung der Kantaten IV bis VI im Konzert am kommenden Sonnabend. Nicht nur die Solisten und die Orchesteraufstellung unterscheiden sich dabei, … Der Morgenstern ist aufgedrungen weiterlesen

Mit Passion: Bachs erster Leipziger Kantaten-Jahrgang

Am 30. Mai 1723 trat Johann Sebastian Bach das Amt des Thomaskantors in Leipzig an. Für den 1. Sonntag nach Trinitatis hatte er die Kantate »Die Elenden sollen essen« geschrieben, später als Nr. 75 ins Bach-Werke-Verzeichnis eingetragen. Wiewohl der Leipziger Rat für das Thomaskantorat vor allem pädagogische und schulische Aufgaben vorsah, und die Musik nur … Mit Passion: Bachs erster Leipziger Kantaten-Jahrgang weiterlesen

Jetzt kann Weihnachten kommen!

Weihnachtsoratorium in Großerkmannsdorf Den Satz in der Titelzeile hörte man am Donnerstagabend nach der Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten I bis III aus BWV 248) in der Kirche Großerkmannsdorf gleich mehrfach – und viele dachten wohl so, ohne es laut auszusprechen. Ringsum herrschte – wenn auch ohne geschlossene Schneedecke – winterliche Witterung, von … Jetzt kann Weihnachten kommen! weiterlesen

Schon wieder eine Sternstunde?

Collegium 1704 verzaubert zuverlässig das Publikum in der Annenkirche Es scheint unglaublich, und der Rezensent fragt sich beim Schreiben, wieviel Superlative verwendet werden dürfen, bevor sie unglaubwürdig werden – in bezug auf die Glaubwürdigkeit eines Textes heißt es, vorsichtig zu sein. Versucht man jedoch, das gestern (wieder) erlebte in Worte zu fassen, kann man kaum … Schon wieder eine Sternstunde? weiterlesen