Annäherung und Entfernung stimmig verbunden

François-Xavier Roth und Pierre-Laurent Aimard im Großen Concert des Gewandhausorchesters Je »näher« uns Werke zeitlich rücken, desto fremder scheinen sie dem Publikum manchmal, dem man oft unterstellt, es käme gern zu Mozart und Beethoven, bleibe aber fern, wenn Schönberg oder Stockhausen auf dem Spielplan stehen. Getreu unserem Motto, sich mit denen zu (er)freuen, die kommen, … Annäherung und Entfernung stimmig verbunden weiterlesen

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Entflechtung des Wirrwarrs, Entfachung des Feuers

Collegium 1704 macht turbulente »Arsilda« selbst konzertant lebendig Antonio Vivaldi ist heute – glücklicherweise! – nicht mehr nur für seine (genialen) Concerti bekannt, sondern längst auch für Opern, Oratorien oder andere sakrale Werke. Das Collegium 1704 hatte neben seinem Magnificat (RV 610) und dem Nisi Dominus (RV 608) und anderem zum Beispiel auch Sonaten und … Entflechtung des Wirrwarrs, Entfachung des Feuers weiterlesen

»Gedenken« heißt mehr als nur erinnern, Teil 2

Verlorene Musik zum Wiederentdecken in der Dresdner Synagoge Der 9. November ist ins deutsche Geschichtsbuch historisch gleich mehrfach schwerwiegend eingetragen – im Positiven wie im Negativen. Neben den Feiern zum 30. Jahrestag des Mauerfalls gab es am vergangenen Wochenende auch Gedenkveranstaltungen, die an die Reichspogromnächte vor 81 Jahren erinnerte. Aber auch daran, daß am 9. … »Gedenken« heißt mehr als nur erinnern, Teil 2 weiterlesen

»Gedenken« heißt mehr als nur erinnern, Teil 1

Daniel Heide und Christian Brückner gestalten berührenden Abend für Viktor Ullmann Vielleicht wären am Sonnabend mehr Besucher in die Unterkirche der Frauenkirche gekommen, wenn sie gewußt hätten, worum es ging: Daniel Heide (Klavier) und Christian Brückner (Sprecher) führten ein Melodram von Viktor Ullmann (1898 bis 1944) nach dem berühmten Prosatext »Die Weise von Liebe und … »Gedenken« heißt mehr als nur erinnern, Teil 1 weiterlesen

Spukig, psychologisch, erhellend

Sächsische Staatskapelle mit Aribert Reimann und Béla Bartók Im vierten Sinfoniekonzert der Spielzeit hatte Aribert Reimann, der Capell-Compositeur dieser Saison, seinen ersten Auftritt. Im Mittelpunkt standen zunächst die »Neun Stücke für Orchester« von 1993. Sie gehören zu den etabliertesten Werken des Komponisten und haben bereits Eingang in den Kanon der Zeitgenössischen Musik gefunden. Dabei sind … Spukig, psychologisch, erhellend weiterlesen

Warum Sie den Weltuntergang nicht verpassen sollten

»Le Grand Macabre« noch dreimal an der Dresdner Semperoper György Ligetis einzige Oper persifliert Figurentypen, spiegelt sie in einem typischen Machtsystem und verzerrt alles ins Groteske.  Nekrotzar, der Fürst der Hölle, ruft den Weltuntergang aus. Manche bemerken davon nicht viel, wie Piet vom Faß, dessen Wahrnehmung durch Alkohol eingeschränkt scheint. Er läßt sich als Diener … Warum Sie den Weltuntergang nicht verpassen sollten weiterlesen

Feuriger Mendelssohn

1. Aufführungsabend der Spielzeit der Sächsischen Staatskapelle Nach ihrer Rückkehr von der Europa-Gastspielreise mit Mozart begann die Sächsische Staatskapelle Dresden am Dienstag die Reihe der Aufführungsabende in der Semperoper, mit jenem, den viele für den Mozart des 19. Jahrhunderts halten: Felix Mendelssohn. Dafür hatten das Orchester und der Tonkünstler-Verein Thomas Guggeis, den jungen Kapellmeister der … Feuriger Mendelssohn weiterlesen