Wenn einer (noch) etwas zu sagen hat

Augustin Hadelich und Thomas Guggeis im Konzert mit der Sächsischen Staatskapelle Die Absage von Dirigentin Marie Jacquot des 11. Sinfoniekonzerts der Sächsischen Staatskapelle war krankheitsbedingt notwendig, aber bedauerlich. Denn die Französin hat in verschiedenen Aufführungen (darunter eine sagenhafte Fassung von Poulencs »Dialogues des Carmélites« in der Semperoper) nicht nur eine vertrauensvolle Beziehung zum Orchester aufgebaut, … Wenn einer (noch) etwas zu sagen hat weiterlesen

Feiertagsprogramm mit Cellisten

Sächsische Staatskapelle verabschiedet ihren Capell-Virtuosen mit Eleganz Es war in mehrerlei Hinsicht ein Festtagsprogramm: Daß die männlichen Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle am Donnerstagvormittag allerdings in Abendgarderobe (Frack und Schleife) auf der Bühne der Semperoper saßen, hatte nichts mit dem Himmelfahrtstag zu tun, sondern mit dem Mitschnitt von arte. Der französisch-deutsche Kulturkanal zeichnete die beiden Konzerte … Feiertagsprogramm mit Cellisten weiterlesen

Wie einst im Mai

Tugan Sokhiev und Yefim Bronfman romantisieren mit der Sächsischen Staatskapelle Wer die Romantik liebt – ein Kernrepertoire der Sächsischen Staatskapelle – der kann im neunten Sinfoniekonzert schwelgen: eine Overtüre Carl Maria von Weber, dazu Robert Schumanns in Dresden uraufgeführtes Klavierkonzert und Johannes Brahms‘ zweite Sinfonie – schöner geht es kaum. Für diesen konzentrierten romantische Ausflug … Wie einst im Mai weiterlesen

Carmens dunkle Welt

Neuinszenierung von Georges Bizets Oper an der Semperoper Am Freitag feierte die Semperoper die nächste große Premiere mit gleich noch einem Genreschwerpunkt: Georges Bizets »Carmen« gehört zu den meistgespielten und meistinterpretierten Stücken überhaupt. Dazu kommt in diesem Fall, daß die Vorgängerinszenierung von Axel Köhler (2013) eine beliebte und gelobte war. »Eine Carmen für das 21. … Carmens dunkle Welt weiterlesen

Alles beim alten im Hause Strauss

Wiederaufnahme von »Intermezzo« an der Semperoper Denkt man an Richard und Pauline Strauss, sind die Persönlichkeiten schnell festgelegt. Richard, der Weltbürger und Komponist, dem das damals noch bäuerlichere Garmisch und das Kartenspiel zusagen, Pauline, der Gemahlin, haftet das Attribut eines aufbrausenden Temperaments und eines herrischen Tones an. Oder ist das zu eindimensional, zu sehr Legende? … Alles beim alten im Hause Strauss weiterlesen

Neue Sterne am Serenadenhimmel

Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle präsentiert exotischen Mozart Die Kammerabende der Sächsischen Staatskapelle versprechen eigentlich immer etwas Besonderes: Entweder selten gespielte Stücke oder Werkfassungen oder sogar Ausgrabungen. Auch hoch interessante Gegenwartsmusik gibt es regelmäßig zu hören. Selbst wenn nichts davon im Programm steht, sondern »nur normale Werke« eines Standard-Repertoires, kann man die erstaunliche Kammermusikalität von Orchestermitgliedern … Neue Sterne am Serenadenhimmel weiterlesen

Dem Himmel ein Stück näher

Mendelssohns »Elias« mit der Sächsischen Staatskapelle Das Terzett »Hebe deine Augen auf«, mehr noch »Denn er hat seinen Engeln befohlen« gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Stücken Felix Mendelssohns, die in Wunschkonzerten immer wieder zu hören sind. Das letztere, eine Psalmvertonung (Psalm 91), hatte der Komponist ursprünglich als achtstimmige a-cappella-Mottete geschrieben, aber accompagniert auch für … Dem Himmel ein Stück näher weiterlesen

Leidenschaften

Gautier Capuçon und Nikolaj Lugansky waren am frühen Morgen voller Schwung Nach seinen Auftritten im zweiten Sinfonie- und im Silvesterkonzert versprach das Rezital von Capell-Virtuos Gautier Capuçon am Sonntagmorgen in der Semperoper eine besondere Gelegenheit, den Cellisten näher kennenzulernen. calude im sinfonischen Gegenüber wie bei Dvořák (Oktober) oder mit Encores wie am Jahresende, konzentrierte er … Leidenschaften weiterlesen

Wer ist hier der Tor?

Neuinszenierung von Wagners »Parsifal« an der Semperoper erstickt in Symbolik Die Intendanz von Nora Schmid an der Semperoper ist bisher von Erfolgen im modernen und zeitgenössischen Repertoire getragen sowie von manchen Entdeckungen (Boito »Mefistofele«), doch um die »großen Nummern« von Wagner oder Strauss machte sie einen Bogen. Einen Nachlauf gab es zu Beginn ihrer Amtszeit … Wer ist hier der Tor? weiterlesen