(Fast) wie ein Wunder

Collegium 1704 in der Dresdner Annenkirche Manche Wunder sind hausgemacht – oder sie sind verdient, stehen einem zu. Nachdem im Frühjahr und Sommer die letzten beiden Konzerte der Spielzeit abgesagt werden mußten, wollten die Prager Alte-Musik-Meister die neue mit einem Sonderkonzert einen Monat früher als ursprünglich geplant beginnen. »Messiah« als Hoffnungsträger und als Belohnung sozusagen. … (Fast) wie ein Wunder weiterlesen

Ankunft und Abkehr, Gewöhnung und Gewöhnliches

Dresdner Orgelzyklus mit Christian Schmitt im Kulturpalast Nun ging es endlich auch im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus wieder in den neuen Konzertsaal des Kulturpalastes. Christian Schmitt (Stuttgart) hatte im vergangenen Jahr bereits die Silbermannorgel der Hofkirche spielen sollen. Damals mußte er kurzfristig absagen, am Mittwoch kam er nach Dresden und spielte das Instrument von Hermann … Ankunft und Abkehr, Gewöhnung und Gewöhnliches weiterlesen

Mit Signalwirkung

Musikfest Erzgebirge am Sonntag erfolgreich beendet Die Zuversicht wurde belohnt. Von Bedenken hatte sich das Musikfest Erzgebirge jedenfalls nicht bremsen lassen, sondern sein Programm wie ursprünglich geplant und im Rahmen der geltenden Richtlinien umgesetzt. Niemand mußte ausgeladen werden, weder Künstler noch Publikum. Einschränkungen gab es dennoch, denn »Abstand halten« galt auch im Erzgebirge, damit war … Mit Signalwirkung weiterlesen

»Meinem lieben, unvergeßlichen Freund gewidmet«

Sir András Schiff dedizierte sein Capell-Recital Peter Schreier »Normalerweise« wäre so vieles anders, als es momentan ist. Sitzpläne und Konzertformate gehören zu den offensichtlichen Anpassungen, doch darf man vermuten, daß der aktuelle Capell-Virtuos Sir András Schiff sein Sonntagsrezital »sonst« vielleicht auf zwei verschiedenen Flügeln gespielt hätte. Neben dem Bösendorfer 280VC hätte er vielleicht einen Bechstein … »Meinem lieben, unvergeßlichen Freund gewidmet« weiterlesen

»Young Artists« in der Dresdner Frauenkirche

Trio Marvin kurz, aber überzeugend Konzerte finden derzeit noch ohne Pause statt, immerhin reicht der Spielraum dennoch an die neunzig Minuten – und sollte doch genutzt werden (ohne das letzte Quentchen auszuquetschen). Vom Trio Marvin zum Beispiel hätte man gerne mehr gehört als nur Franz Schuberts Opus 100. Mit mehr als einer dreiviertel Stunde hat … »Young Artists« in der Dresdner Frauenkirche weiterlesen

»Fremdbestimmt«

Neue Konzertreihe von Matthias Lorenz begann im geh8 Nach »Bach heute« und »Alte Meister« hat der Cellist Matthias Lorenz einen neuen Schwerpunkt gefunden: »fremdbestimmt« heißt die Reihe, die bis 2025 laufen soll. Der Titel läßt sich in verschiedenen Ebenen lesen, wahrnehmen, deuten: Die Programme stellt Matthias Lorenz nicht selbst zusammen, sondern hat sie (fremdbestimmt) anderen … »Fremdbestimmt« weiterlesen

Ausflug zu Zelenka

Dresdner Hofmusik in der Loschwitzer Kirche Zweimal gedachte das Dresdner Barockorchester am Sonnabend in der Loschwitzer Kirche zum 275. Todestag (im Dezember) Jan Dismas Zelenkas. Obwohl ihm der große Titel eines Hofkapellmeisters verwehrt blieb (Zelenka brachte es »nur« zum Hofkomponisten und Kirchen-Compositeur des Sächsischen Hofes), gilt er heute als einer der wichtigsten Vertreter seiner Zunft, … Ausflug zu Zelenka weiterlesen

Romantisch und historisch informiert

Dresdner Philharmonie und Quatuor Ébène setzten Beethoven-Konzerte fort Im Juni hatte es mit Haydn und dem Beethoven-Quartett Opus 18 Nr. 2 ein geändertes Programm gegeben, am Sonnabend fand nun die Gegenüberstellung von Sinfonien und Quartetten Ludwig van Beethovens im Dresdner Kulturpalast seine Fortsetzung. Die Partner des Projektes, das Quatuor Ébène aus Frankreich, boten diesmal die … Romantisch und historisch informiert weiterlesen

Zweiunddreißig Mal Verlieben

FRANK BERZBACH »DIE SCHÖNHEIT DER BEGEGNUNG« Aus dem Erinnern und Erzählen, wie eine Beziehung angefangen hat, der in den Erinnerungen liegenden Unsicherheiten und den Variationen (oder Sichtweisen), aber auch aus den Gedankenspielen Was-Wäre-Wenn ergeben sich mannigfaltige Möglichkeiten, wie es noch oder auch hätte »laufen« könnte. Daraus hat Frank Berzbach die Idee entwickelt, diese Möglichkeiten einmal … Zweiunddreißig Mal Verlieben weiterlesen

Die tausend Saiten einer Viola

Antoine Tamestit und Cédric Tiberghien im Rezital im Dresdner Kulturpalast Zum Auftakt der neuen Spielzeit hatte die Dresdner Philharmonie Antoine Tamestit und Cédric Tiberghien am Sonntagnachmittag für ein Konzert eingeladen. Somit bekam die Viola ein großes Podium – eine willkommene Ergänzung in der Gästeliste der Quartette und Pianisten, denn sie kann nicht nur schön klingen, … Die tausend Saiten einer Viola weiterlesen