Jerusalem Quartet und Elisabeth Leonskaja trafen sich im Gewandhaus zu Leipzig Geht man allein nach den Namen, trafen am frühen Sonntagabend im Mendelssohnsaal des Leipziger Gewandhauses gleich mehrfache Klassiker aufeinander, auf Seiten der Interpreten ebenso wie auf denen der Werke: Das Jerusalem Quartet gehört seit über dreißig Jahren zu den Spitzenensembles unter den Streichquartetten, Elisabeth … »Legenden« ist keine Übertreibung weiterlesen
Nicht nur viel Begabung, sondern viele Berührungspunkte
Vor 50 Jahren starb der Komponist Willy Kehrer Der Name des Komponisten Willy Kehrer ist heute nur noch wenigen bekannt. Am 26. April 1902 wurde er in Dresden-Pieschen geboren, war mit zwölf Jahren bereits für sein veritables Klavierspiel bekannt und sparte – wohl vom Studium der Rienzi-Ouvertüre ausgelöst – bald jeden Pfennig für Partituren. Damit … Nicht nur viel Begabung, sondern viele Berührungspunkte weiterlesen
Vesper im Sinn des Gedenkens
Dresdner Hofmusik in der Loschwitzer Kirche Die Vergangenheit ist an sich an nahezu allen Orten lebendig, auch Spuren des Krieges finden sich an vielen Stellen. In Dresden werden sie wegen der Zerstörung kurz vor Kriegsende am 13. und 14. Februar 1945 besonders bedacht und in der Loschwitzer Kirche gleich mehrfach offenbar – die Internetseite zeigt … Vesper im Sinn des Gedenkens weiterlesen
Da capo für den Tenor
»Tosca« läßt an der Lindenoper die Gefühle brodeln In manchem gibt es Parallelen zwischen Linden- und Semperoper: in beiden Häuser ist ein Orchester zu Hause, das sich überwiegend dem Opernrepertoire widmet und »Staatskapelle« heißt, hier wie da versucht die Leitung, eine Balance zwischen modernen Werken und dem Kanon des Repertoires mit neuen und übernommenen Inszenierungen … Da capo für den Tenor weiterlesen
Von wegen Windhauch!
Meinolf Brüser löst das Rätsel um Bachs letzte Fuge – oder stellt er es nur neu? Der Buchtitel »Es ist alles Windhauch« scheint wie eine Provokation, denn wer am Denkmal Bach sägt (oder ihm etwas hinzufügt), wer eine Legende korrigiert (oder demontiert), der kann auch damit rechnen (oder hofft darauf), einen Sturm der Entrüstung zu … Von wegen Windhauch! weiterlesen
Große Transparenz
Daniele Gatti und die Sächsische Staatskapelle Dresden beeindrucken vor allem mit durchsichtiger Gestaltung Für das Programm des Gedenkkonzertes zur Zerstörung Dresdens (13. und 14. Februar 1945) hatte Daniele Gatti, Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle, nicht ein Requiem ausgewählt, sondern Igor Strawinskys »Mass« mit Anton Bruckners neunter Sinfonie (d-Moll) kombiniert. Strawinskys Mass (Messe) ist nicht zuletzt in … Große Transparenz weiterlesen
Zwischen Glauben und Revolution
Semperoper zeigt Francis Poulencs »Dialogues des Carmélites« in berührenden Bildern Im Leben von Francis Poulenc gab es viele musikalische Einflüsse – vom Vaudeville über Kammermusik bis zum Ballett schrieb der Franzose für viele Gattungen. Sehr persönliche Erfahrungen wie die Nähe zum Glauben haben ihn nicht nur beeinflußt, sondern sich dezidiert in seinen Werken niedergeschlagen. Ankunft … Zwischen Glauben und Revolution weiterlesen
Kleopatra muß warten
Collegium 1704 im Prager Vzlet mit einem Sopranisten Am 3. Februar 1692 wurde in Perugia Giacinto Fontana geboren. Wegen seiner leichten und beweglichen Stimme und seinen sagenhaften Koloraturen wurde der Sänger »Farfallino« (kleiner Schmetterling) genannt. Und aufgrund des damaligen Auftrittsverbots für Frauen übernahm er viele Primadonnenrollen in Opern, Komponisten wie Porpora und Vivaldi schrieben ihm … Kleopatra muß warten weiterlesen
Wieviel Show verträgt ein Sinfoniekonzert?
Dresdner Philharmonie demontiert mit selbstgemachten Rahmenbedingungen ihr ureigenstes Format Man muß ja nicht gleich den Untergang des Abendlandes herbeireden, und um eine Wahrung alter Traditionen geht es ebensowenig. Aber ein paar Grundpfeiler sollten doch stabil bleiben, wenn es um ein »Sinfoniekonzerts« geht. Die Dresdner Philharmonie hat in den letzten Jahren verschiedene Formate entwickelt, um ein … Wieviel Show verträgt ein Sinfoniekonzert? weiterlesen
Ein Fest in h-Moll
Gedenkkonzert des Dresdner Kreuzchores mit Bachs berühmter Messe Johann Sebastian Bachs (große) Messe in h-Moll (BWV 232) gehört zu den großartigsten Werken des Thomaskantors und zu den ein wenig sagenumwobenen – Anlaß und die genaue Entstehung sind nach wie vor nicht restlos geklärt. Über Jahr(zehnt)e entstanden die Teile, und bis heute kommen neue Theorien zur … Ein Fest in h-Moll weiterlesen