Frühling und Aura

Junge Deutsche Philharmonie kehrt nach Dresden zurück

Sie nennen sich selbst »Das Zukunftsorchester« – die Junge Deutsche Philharmonie (JDP) setzt sich nicht nur aus Studentinnen und Studenten der Deutschen Musikhochschulen zusammen, sie versucht auch, thematische und programmatische Schwerpunkte zu setzen, Türen zu öffnen. Die Frühjahrstournée steht in diesem Jahr unter dem Motto »Aura«, was sich schon rein musikalisch verstanden unterschiedlich auslegen läßt. Mit dem BBC-Chief-Conductor John Storgårds und Solistin Leila Josefowicz (Violine) stehen zwei charismatische Persönlichkeiten vor dem Orchester, für einen wesentlichen Teil der Aura wird es aber wohl selbst sorgen. Neben Béla Bartóks Suite »Der wunderbare Mandarin« und Jean Sibelius‘ Sinfonie Nr. 2 gehört mit „Mar’eh“ für Violine und Orchester ein Werk des Composer in Residence Matthias Pintscher zum Programm.

Tournéebild zu »Aura« der JDP

Eine vergleichbare Position (als Capell-Compositeur) hatte Matthias Pintscher 2021 / 22 bei der Sächsischen Staatskapelle. Und auch sonst gibt es in der JDP ein paar Dresdner Bezüge: Hyojeong Kim (Violine) studiert an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (Klasse von Hellen Weiß), zwei der Cellisten (Mohamed Elsaygh und Jonas Klepper) besuchen in Frankfurt die Klasse von Michael Sanderling.

Am Mittwoch endet die Gastspielreise der JDP nach Stationen in Aschaffenburg, Friedrichshafen, Wien und Berlin im Dresdner Kulturpalast.

März 2024, Wolfram Quellmalz

20. März, 19:30 Uhr, Kulturpalast Dresden, Junge Deutsche Philharmonie, John Storgårds (Leitung) und Leila Josefowicz (Violine) mit Werken von Bartók, Pintscher und Sibelius, Karten zwischen 20 und 59 Euro, 9 Euro für Junge Leute, 29 Euro mit Dresden-Paß, Last Minute: 7 Euro

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