Landesamt für Denkmalpflege Sachsen zeigte seine Schätze und bleibt virtuell
Am 18. Februar war der letzte Vortrag im Rahmen des Begleitprogramms zu »Gebautes Vermächtnis – Bewahrtes Gedächtnis. Das Sächsische Denkmalarchiv« des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Trotzdem war mit diesem Aschermittwoch noch nicht alles vorbei, denn die Jahresausstellung wurde – wie so oft – noch einmal bis zum 8. März verlängert.
Sie gab einen weiteren Einblick in die Schatzkammer der sächsischen Denkmalpflege. Die in Dresden verwahrte und behütete Sammlung gehört zu den reichsten und bedeutendsten Spezialsammlungen in Deutschland. Einer europäischen Idee folgend wurde eine einzigartige Sammlung von Quellen (Baupläne, Schriftstücke, Zeichnungen, Bücher, Fotographen, Dokumentationen, sogar Bauteile von Denkmalen) zusammengetragen. Die Idee wurde einst aus der Altertumsforschung geboren, deren Ursprünge über zweihundert Jahre zurückreichen. In Dresden kam es 1908 mit Zustimmung des Sächsischen Innenministeriums zur Gründung des Königlich Sächsischen Denkmalarchivs.

Das Archiv blieb über die Zeiten, Reformen und mehrere eigene Wandel nicht nur erhalten, es wurde und wird ständig ausgebaut, ergänzt, erweitert. In diesem Zusammenhang mußten Denkmale bzw. zunächst Objekte begutachtet und – sofern sie als Denkmale anerkannt wurden – inventarisiert werden. Dieser Prozeß war noch einmal Inhalt des letzten Vortrages von Franziska Peker.
Die Jahresausstellung vereint verschiedenste Objekte von historischen Glocken und Türen bis in unsere Tage. Zu den neuesten gehört eine Laterne der eingestürzten Carola-Brücke – auch sie stand schließlich unter Denkmalschutz. Neben zahlreichen Objekten dokumentieren zwanzig Informationstafeln die Arbeit des Denkmalarchivs im Königreich, in der DDR und heute. Dabei werden historische Persönlichkeiten wie Johann von Sachsen (»Impulsgeber für die Denkmalpflege«), Richard Steche (Beginn der Inventarisierung) oder Cornelius Gurlitt mit ihrem Wirken dargestellt.
Wer es nicht mehr schafft, hat zwei Möglichkeiten, die Jahresausstellung über die Medien zu besuchen: den virtuellen Rundgang oder – es ist ja noch früh im Jahr – den großformatigen Kalender zur Ausstellung.
Februar 2026, Wolfram Quellmalz
Weiterführend: Überblick über die inventarisierten Denkmale
