camerata musikus(s) frönt den »Mad lovern« Wer sich für Barockmusik interessiert, kennt die »Folia«, die Tollheit, die sich in den Fassungen von Jean-Baptiste Lully oder Arcangelo Corelli (und vieler anderer) einer beständigen Beliebtheit erfreut. Die lebhafte Folia hat – wie die Tarantella – einen volkstümlichen Ursprung und ist vor allem in Südeuropa bekannt. Doch auch … Verrückte Liebhaber? weiterlesen
Kategorie: Alte Musik
Dritte Blüte
Dresdner Schloßkapelle ist zurück im Musikleben HISTORISCHE EINORDNUNG (Ausschnitt) Die erste Blüte erlebte die Dresdner Schloßkapelle in den Jahren zwischen 1553 und 1737. Zahlreiche Musiker wirkten hier, unter ihnen Hans Leo Haßler, Rogier Michael, Matthias Weckmann und natürlich – für über fünfzig Jahre! – Heinrich Schütz, weshalb der Raum häufig als Schütz-Kapelle* bezeichnet wird. Doch … Dritte Blüte weiterlesen
Wiener in Prag oder Prager in Wien?
Collegium 1704 mit sinfonischen Meistern Ein bis zwei programmatische Abweichungen gibt es pro Spielzeit der Musikbrücke Prag – Dresden in der Regel, wenn das Collegium 1704 zum Beispiel ohne seinen Chor für ein sinfonisches Programm in die Annenkirche kommt. Am Freitag war es wieder soweit: Nachdem es in den letzten Jahren eine Sinfonie von Jan … Wiener in Prag oder Prager in Wien? weiterlesen
Ein wenig verweilt, ein wenig verirrt
Dunkelkonzert der Sächsischen Mozart-Gesellschaft am 400. Todestag von John Dowland Draußen war die Stimmung – drei Tage nach Neumond – perfekt. Aus der Dunkelheit ragte Schloß Augustusburg, von einem tiefblauen Nachthimmel mit einer schmalen Mondsichel überspannt, heraus. Drinnen waren im Hasensaal die Lichter spärlich verteilt, denn am 400. Todestag von John Dowland wollte das Konzert … Ein wenig verweilt, ein wenig verirrt weiterlesen
Die Wahrhaftigkeit des 17. Jahrhunderts
Ensemble Compagnie d'Oiseaux präsentierte berührende Musik in der Kreuzvesper Noch bis Ostern schweigt die große Jehmlich-Orgel in der Dresdner Kreuzkirche wegen Reinigungs- und Sanierungsarbeiten. [Die NMB waren mittlerweile »zu Besuch in der Orgel« und bereiten einen Bericht vor.] Das heißt aber nicht, daß die Musik generell schweigen würde oder das Haus geschlossen wäre. Es gibt … Die Wahrhaftigkeit des 17. Jahrhunderts weiterlesen
Vesper im Sinn des Gedenkens
Dresdner Hofmusik in der Loschwitzer Kirche Die Vergangenheit ist an sich an nahezu allen Orten lebendig, auch Spuren des Krieges finden sich an vielen Stellen. In Dresden werden sie wegen der Zerstörung kurz vor Kriegsende am 13. und 14. Februar 1945 besonders bedacht und in der Loschwitzer Kirche gleich mehrfach offenbar – die Internetseite zeigt … Vesper im Sinn des Gedenkens weiterlesen
Von wegen Windhauch!
Meinolf Brüser löst das Rätsel um Bachs letzte Fuge – oder stellt er es nur neu? Der Buchtitel »Es ist alles Windhauch« scheint wie eine Provokation, denn wer am Denkmal Bach sägt (oder ihm etwas hinzufügt), wer eine Legende korrigiert (oder demontiert), der kann auch damit rechnen (oder hofft darauf), einen Sturm der Entrüstung zu … Von wegen Windhauch! weiterlesen
Zünftig wie bei Bachs Gästen
Abendmusik in der Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben Unter den jungen Kantoren in Dresden gibt es einige, die das Angebot in der Gemeinde um zusätzliche musikalische Andachten oder Konzerte erweitern. Paul Ehrmann (Kantorat Dresden-Ost und Gruna-Seidnitz) hat am Freitag mit seiner Abendmusik bereits den zweiten Jahrgang eröffnet. In den Wintermonaten finden die Abendmusiken in der Gemeindescheune Leuben statt … Zünftig wie bei Bachs Gästen weiterlesen
Drei Oden an Cäcilia
Gaechinger Cantorey mit Werken dreier englischer Komponisten Cäcilia von Rom gehört zu den am meisten verehrten und zu den »ältesten« Heiligen: im dritten Jahrhundert hat sie gelebt, ihre Passion wurde im 5. Jahrhundert aufgeschrieben, worauf sich unterschiedliche Formen der Verehrung stützen. Ganz allgemein ist ihr Heiligentag der 22. November, aber die Cäcilienfeste fanden ebenso an … Drei Oden an Cäcilia weiterlesen
Hexen geistern an historischem Ort
Purcells »Dido and Aeneas« im Ständetheater Prag Das Haus lohnt bereits einen Besuch – das Ständetheater Prag, heute Stavovské Divadlo, ist nicht nur irgend ein historisch erhaltenes Gebäude, das uns in die Theaterzeit des 18. Jahrhunderts zurückspüren läßt, es ist auch das einzige erhaltene, in dem Wolfgang Amadé Mozart selbst dirigierte. Er liebte den Zeugnissen … Hexen geistern an historischem Ort weiterlesen