»Mörder sind im Haus«

Dresdner Philharmonie und Sir Donald Runnicles bringen Richard Strauss‘ »Elektra« konzertant Es ist eine der aufwendigen und für die Akteure anstrengenden Opern: »Elektra« von Richard Strauss. Mit knapp zwei Stunden fällt sie verhältnismäßig kurz aus (ein Akt, keine Pause), aber diese rund 110 Minuten konzentrieren sich vor allem auf eines: Rache. DAS STÜCK Klytämnestra und … »Mörder sind im Haus« weiterlesen

Ist Richard Wagner noch heute ein Tabu?

Richard-Wagner-Stätten Graupa sind offen für Fragen und Diskussionen Richard Wagner löst bis heute ambivalente Reaktionen aus. Das spüre man auch in den Richard-Wagner-Stätten Graupa, stellte Christian Schmidt-Doll (Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna) am Montag zum Pressetermin fest. Seine Erfahrung bezieht sich ebenso auf Einzelbeispiele mit Besuchern wie auf eine Veranstaltung mit Förderern. Insofern freue … Ist Richard Wagner noch heute ein Tabu? weiterlesen

Dienstende Krokodile und verirrte Chinesen

Rahmenprogramm der SLUB fällt aus dem Rahmen Die aktuelle Ausstellung der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) »Kein Freischütz für Dresden« wurde im Rahmen des Begleitprogramms am Donnerstag noch einmal übertroffen. »Wieder kein Freischütz für Dresden«  hätte es heißen können, aber es gab Carl Maria von Webers Singspiel »Abu Hassan«. Keine Oper also, … Dienstende Krokodile und verirrte Chinesen weiterlesen

Don Giovanni berauscht das Publikum

Wiederaufnahme an der Semperoper unter der Leitung von Giulio Cilona wird zum musikalischen Fest Selten erweisen sich Wiederaufnahmen als solche Glücksfälle wie Wolfgang Amadé Mozarts »Don Giovanni« in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg an der Semperoper in Dresden. Dabei überzeugt die Besetzung nicht nur bei den Sängern, zu denen der kürzlich beim Tenor-Viñas-Gesangswettbewerb ausgezeichnete Vladyslav … Don Giovanni berauscht das Publikum weiterlesen

Da capo für den Tenor

»Tosca« läßt an der Lindenoper die Gefühle brodeln In manchem gibt es Parallelen zwischen Linden- und Semperoper: in beiden Häuser ist ein Orchester zu Hause, das sich überwiegend dem Opernrepertoire widmet und »Staatskapelle« heißt, hier wie da versucht die Leitung, eine Balance zwischen modernen Werken und dem Kanon des Repertoires mit neuen und übernommenen Inszenierungen … Da capo für den Tenor weiterlesen

Zwischen Glauben und Revolution

Semperoper zeigt Francis Poulencs »Dialogues des Carmélites« in berührenden Bildern Im Leben von Francis Poulenc gab es viele musikalische Einflüsse – vom Vaudeville über Kammermusik bis zum Ballett schrieb der Franzose für viele Gattungen. Sehr persönliche Erfahrungen wie die Nähe zum Glauben haben ihn nicht nur beeinflußt, sondern sich dezidiert in seinen Werken niedergeschlagen. Ankunft … Zwischen Glauben und Revolution weiterlesen

Kleopatra muß warten

Collegium 1704 im Prager Vzlet mit einem Sopranisten Am 3. Februar 1692 wurde in Perugia Giacinto Fontana geboren. Wegen seiner leichten und beweglichen Stimme und seinen sagenhaften Koloraturen wurde der Sänger »Farfallino« (kleiner Schmetterling) genannt. Und aufgrund des damaligen Auftrittsverbots für Frauen übernahm er viele Primadonnenrollen in Opern, Komponisten wie Porpora und Vivaldi schrieben ihm … Kleopatra muß warten weiterlesen

»Wer das Vertrauen anderer mißbraucht, darf selbst nicht auf Treue hoffen«

»Tamerlán« von Josef Mysliveček am Theater in Pilsen Die Musik Josef Myslivečeks ist Musikfreunden mit wenigen Ausnahmen kaum bekannt, denn sie wird selten gespielt. Wir haben sie unter anderem mit dem Collegium 1704 erlebt, das auch am Spielfilm »Il Boemo« (kürzlich wieder auf arte) über das Leben des Komponisten beteiligt war. Durch die atmosphärisch gelungene … »Wer das Vertrauen anderer mißbraucht, darf selbst nicht auf Treue hoffen« weiterlesen

Hexen geistern an historischem Ort

Purcells »Dido and Aeneas« im Ständetheater Prag Das Haus lohnt bereits einen Besuch – das Ständetheater Prag, heute Stavovské Divadlo, ist nicht nur irgend ein historisch erhaltenes Gebäude, das uns in die Theaterzeit des 18. Jahrhunderts zurückspüren läßt, es ist auch das einzige erhaltene, in dem Wolfgang Amadé Mozart selbst dirigierte. Er liebte den Zeugnissen … Hexen geistern an historischem Ort weiterlesen

Krankheitsbild und Märchenwelt

Landesbühnen Sachsen spüren Krankheitsbild von Alzheimer in einer Oper nach Im ZentralWerk in Pieschen treffen sich ganz unterschiedliche Projekte und erzeugen eine positive »Reibung«. In den letzten Jahren gab es bereits Opernprojekte, an diesem Wochenende entdecken die Landesbühnen Sachsen den Saal als Experimentierraum für eine moderne Oper. Der Titel »The lion’s face« bezieht sich auf … Krankheitsbild und Märchenwelt weiterlesen