Don Carlo als Kammerspiel

»Aufklang!« in der Semperoper Gelungene Rückkehr: Mariya Taniguchi (Tebaldo), Sebastian Wartig (Marquis de Posa), Elena Maximova (Prinzessin Eboli), Johannes Wulff-Woesten (Bearbeitung / Musikalische Leitung), Yusif Eyvazov (Don Carlo), Tilmann Rönnebeck (Filippo II.), Alexandros Stavrakakis (ein Mönch), Photo: Sächsische Staatsoper, © Daniel Koch Am Freitag öffneten sich wieder die Türen der Semperoper. Rund ums Haus waren … Don Carlo als Kammerspiel weiterlesen

Noch ein »Rosenkavalier«

Auch die Sächsische Staatsoper geht online Seit heute haben die Semperoper Dresden und ihre Medienpartner einen online-Spielplan eingerichtet. Ab sofort und noch bis zum Ostermontag gibt es Richard Strauss‘ »Ein Rosenkavalier« zu sehen – aber nicht aus dem Dresdner Opernhaus, sondern aus der NHK Hall, Tokyo. Die Aufzeichnung wurde 2007 realisiert, die Inszenierung entspricht jener … Noch ein »Rosenkavalier« weiterlesen

Digitale Kultur

(Fortsetzung) Eine Zusammenstellung digital zugänglicher Opern- und Theatervorstellungen sowie von Konzerten finden Sie hier: https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17785:sammlung-corona-theater-online&catid=1767&Itemid=100089 Lohnend sind immer die Mediatheken, gerade der dritten Radioprogramme wie hier des Norddeutschen Rundfunks mit Konzerten, Lesungen, Gesprächen, Hörspielen und Features: http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/NDR-Kultur-zum-Nachhoeren,kulturzumnachhoeren100.html Zur bereits erwähnten Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker gelangen Sie (ebenfalls kostenfrei) hier: http://www.digitalconcerthall.com/de Manche Künstler, wie … Digitale Kultur weiterlesen

Mit kaltem Händchen und heißem Herzen

Startenor Joseph Calleja und ein fabelhaftes Sängerensemble verzaubern Dresdens »La bohème« Eigentlich fragt man sich bei dieser noch für das Große Haus gemachten Inszenierung von 1983 (!), wann die Requisiten auseinanderfallen. Und selbst ohne Blick auf die mögliche materielle Hinfälligkeit wäre eine neue Fassung von Giacomo Puccinis Klassiker für Dresden doch wünschenswert. Doch so oder … Mit kaltem Händchen und heißem Herzen weiterlesen

Kein Funkensprühen

Silvesterkonzert der Sächsischen Staatskapelle in der Semperoper Natürlich will man zu Silvester etwas »Spritziges« erleben, auch in der Musik. Bevor am Neujahrstag der Wiener Walzer für neuen Schwung sorgt, stehen am Vorabend oft Operetten auf dem Programm der Theaterhäuser. Wer eine Repertoirevorstellung der »Fledermaus« überbieten will, muß sich dabei schon etwas Besonderes einfallen lassen. Doch … Kein Funkensprühen weiterlesen

Freiberger Sternstunde

Ein umwerfender Hector Sandoval in der letzten Vorstellung von Andrea Chénier Gast in Freiberg: Hector Sandoval (Agenturphoto) Das Mittelsächsische Theater hatte seine Besucher im Frühjahr mit einer stimmungsvollen Inszenierung der Revolutionsoper »Andrea Chénier« begeistert, der Zuspruch war gerade in Freiberg entsprechend groß. Auch wenn die Oper von Umberto Giordano vielleicht nicht die ganz große Rarität … Freiberger Sternstunde weiterlesen

Entflechtung des Wirrwarrs, Entfachung des Feuers

Collegium 1704 macht turbulente »Arsilda« selbst konzertant lebendig Antonio Vivaldi ist heute – glücklicherweise! – nicht mehr nur für seine (genialen) Concerti bekannt, sondern längst auch für Opern, Oratorien oder andere sakrale Werke. Das Collegium 1704 hatte neben seinem Magnificat (RV 610) und dem Nisi Dominus (RV 608) und anderem zum Beispiel auch Sonaten und … Entflechtung des Wirrwarrs, Entfachung des Feuers weiterlesen

Spukig, psychologisch, erhellend

Sächsische Staatskapelle mit Aribert Reimann und Béla Bartók Im vierten Sinfoniekonzert der Spielzeit hatte Aribert Reimann, der Capell-Compositeur dieser Saison, seinen ersten Auftritt. Im Mittelpunkt standen zunächst die »Neun Stücke für Orchester« von 1993. Sie gehören zu den etabliertesten Werken des Komponisten und haben bereits Eingang in den Kanon der Zeitgenössischen Musik gefunden. Dabei sind … Spukig, psychologisch, erhellend weiterlesen

Warum Sie den Weltuntergang nicht verpassen sollten

»Le Grand Macabre« noch dreimal an der Dresdner Semperoper György Ligetis einzige Oper persifliert Figurentypen, spiegelt sie in einem typischen Machtsystem und verzerrt alles ins Groteske.  Nekrotzar, der Fürst der Hölle, ruft den Weltuntergang aus. Manche bemerken davon nicht viel, wie Piet vom Faß, dessen Wahrnehmung durch Alkohol eingeschränkt scheint. Er läßt sich als Diener … Warum Sie den Weltuntergang nicht verpassen sollten weiterlesen

So geht Barockoper (auch)!

Wiederaufführung nach 300 Jahren Wer über die Oper »Giove in Argo« (»Jupiter in Argos«) recherchiert, stößt zunächst auf die Komposition Georg Friedrich Händels, dabei wurde dessen Pasticcio erst 1739 im Londoner Haymarket Theatre aufgeführt. Erstmals war das Libretto Antonio Maria Lucchinis schon 22 Jahre zuvor durch Antonio Lotti vertont worden. Das ist an sich noch … So geht Barockoper (auch)! weiterlesen