»Oboisten sehen immer angespannt aus«

»Tristan und Isolde« mit Richard Vardigans Im kommenden Jahr kann der Dirigent, Musikwissenschaftler, Pianist und Opernerklärer Richard Vardigans sein zwanzigjähriges Jubiläum feiern – 2005 gründete er das Format »Oper mal anders«, das ohne Requisite und Kostüme auskommt. Musik und Handlung werden vom Flügel aus dargeboten, in Auszügen, mit historischen Fakten, Hintergrundinformationen und Anekdoten geschmückt. Manches … »Oboisten sehen immer angespannt aus« weiterlesen

Rund um Mozart

Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle Im zweiten Aufführungsabend der Saison spendierte die Sächsische Staatskapelle Dresden ihrem Publikum Drama und Erfrischung, wobei sie sich selbst ein wenig auffrischte, denn am ersten Pult saß neben Tibor Gyenge (Stellvertretender 1. Konzertmeister) als Gast die Konzertmeisterin der orchestereigenen Giuseppe-Sinopoli-Akademie Charlotte Thiele. Nach der erfreulichen Zusammenarbeit bei Opernaufführungen (»Zauberflöte«) hatte die … Rund um Mozart weiterlesen

Die göttliche Sekunde

Dresdner Kreuzchor macht das Weihnachtsoratorium zum Erlebnis Der Termin lag nur scheinbar spät: mögen der bereits auf das Frühjahr eingeschworene Handel und manch andere »vorzeitige Empfindung« auch dagegen sprechen – wir befinden uns noch mitten im Weihnachtskreis. Insofern mußte man die Aufführung der Kantaten IV bis VI von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium nach den ersten … Die göttliche Sekunde weiterlesen

Wiener Klassiker und Romantiker

Peter Rösel kehrt in den Dresdner Kulturpalast zurück Pianist Peter Rösel, Photo: © Koichi Miura Wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag kehrt der Konzertpianist und erste deutsche Tschaikowski-Preisträger Peter Rösel am 28. Januar in den Dresdner Kulturpalast zurück. Dann gibt er sich ganz jenen Komponisten hin, bei denen so viele Pianisten letztendlich gern verweilen – … Wiener Klassiker und Romantiker weiterlesen

Beflügelnd!

Frank Peter Zimmermann und David Afkham im Konzert mit der Sächsische Staatskapelle Recht kurzfristig hatte der ursprünglich für das Sinfoniekonzert mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden geplante Dirigent Daniel Harding absagen müssen. Mit David Afkham änderte sich nach der Pause das Programm: statt Sibelius gab es die vierte Sinfonie von Franz Schmidt und damit seit langer … Beflügelnd! weiterlesen

Bach wärmt von innen

Weihnachtsoratorium mit dem Dresdner Bachchor Nach den ersten drei Kantaten im Advent vollendete Kantorin Elke Voigt mit ihrem Dresdner Bachchor am Sonnabend Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in der Martin-Luther-Kirche. Jetzt standen die Kantaten IV bis VI auf dem Programm, passenderweise am Epiphaniastag, für den Bach die letzte der Kantaten schrieb, mit dem das Weihnachtsfest offiziell … Bach wärmt von innen weiterlesen

Musikalischer Jahresbeginn

Festliche Musik in der Kirche Dresden-Weißig Es war bereits die 17. Festliche Musik, mit der am Sonntag in der Kirche Dresden-Weißig das neue Jahr begrüßt wurde. Bariton Clemens Heidrich, den die NMB kurz zuvor noch im Weihnachtsoratorium erlebt hatten [Bericht folgt morgen], stand dabei dem Quintus Blechbläserensemble (Joachim Wessel und Attila Maka, Trompeten, Paul Weidmann, … Musikalischer Jahresbeginn weiterlesen

Tragik und Unbeirrbarkeit

Absolventenkonzert mit der Elbland Philharmonie in der Musikhochschule So sehr wir »das schöne« an der Musik lieben – manchmal entspringen Werke unglücklichen oder tragischen Umständen. Als Antonín Dvořák während seines Amerikaaufenthaltes von der schweren Herzerkrankung seiner Schwägerin und Jugendliebe Josefina Kounicová erfuhr, mußte er damit rechnen, sie nicht mehr wiederzusehen. Für die Sopranistin, die in … Tragik und Unbeirrbarkeit weiterlesen

Der Morgenstern ist aufgedrungen

Kreuzchorvesper zum Epiphaniasfest Es versprach (und verspricht weiterhin) zwei nur scheinbar gleiche (oder ähnliche), ganz besondere Erlebnisse: die Aufführung einzelner Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Vesper und im Gottesdienst und nachfolgend die geschlossene Darbietung der Kantaten IV bis VI im Konzert am kommenden Sonnabend. Nicht nur die Solisten und die Orchesteraufstellung unterscheiden sich dabei, … Der Morgenstern ist aufgedrungen weiterlesen

Mit Passion: Bachs erster Leipziger Kantaten-Jahrgang

Am 30. Mai 1723 trat Johann Sebastian Bach das Amt des Thomaskantors in Leipzig an. Für den 1. Sonntag nach Trinitatis hatte er die Kantate »Die Elenden sollen essen« geschrieben, später als Nr. 75 ins Bach-Werke-Verzeichnis eingetragen. Wiewohl der Leipziger Rat für das Thomaskantorat vor allem pädagogische und schulische Aufgaben vorsah, und die Musik nur … Mit Passion: Bachs erster Leipziger Kantaten-Jahrgang weiterlesen