Spielarten zwischen Renaissance und Romantik

Martin Schmeding an der Silbermann-Orgel der Dresdner Hofkirche Der Lebenslauf von Martin Schmeding weist mit Dresden (Kreuzorganist 2002 bis 2004) und Leipzig (Lehrstuhl für Orgelliteratur an der Musikhochschule) mitteldeutsche Schwerpunkte aus, der vielfache Orgelpreisträger tritt aber weit über die Region hinaus in Erscheinung. Eine Beschränkung auf das (reichhaltige) mitteldeutsche Orgelœuvre war beim Konzert im Rahmen … Spielarten zwischen Renaissance und Romantik weiterlesen

Und koste es mein Leben!

Wiederaufnahme von »Tosca« begeistert das Publikum der Semperoper Gleich zwei Männer sind bereit, ihr Leben hinzugeben: der Maler Mario Cavaradossi will den Freund und ehemaligen Römischen Konsul, Cesare Angelotti, vor den Häschern des perfiden Polizeichefs Scarpia retten. »Koste es auch mein Leben, ich rette Euch!« – wie schnell seine Worte Realität werden sollten, hätte Cavaradossi … Und koste es mein Leben! weiterlesen

Alles eine Frage des Klangs

Im Leipziger Gewandhaus am Freitag tönte neben Bruckner auch die Orgel Für das Große Concert im Leipziger Gewandhaus am vergangenen Wochenende hätte an sich Anton Bruckners siebente Sinfonie genügt. Mit über einer Stunde Länge und ihrer musikalischen Vollkommenheit ist sie Aussage genug. Die Besucher des Freitagskonzertes kamen jedoch in den Genuß eines kleinen Extras, denn … Alles eine Frage des Klangs weiterlesen

Liebeskrank in Radebeul

Landesbühnen präsentieren Donizettis komödiantische Seite Wo man Gaetano Donizettis »L’elisir d’amore« per Genre verankert, darüber herrscht keine Eindeutigkeit. Das Melodramma giocoso wird manchmal als solches bezeichnet, aber auch als Opera buffa oder Komische Oper. Zwar hat »Der Liebestrank« durchaus seine heiteren Seiten und hebt sich somit von der ernsthaften Opera seria ab, doch wieviel Komödie … Liebeskrank in Radebeul weiterlesen

Tanz der Elemente

Klavierabend von Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich im Leipziger Gewandhaus Mittwoch vergangener Woche wäre Pierre Boulez einhundert Jahre alt geworden. Heute ist er vor allem mit seinen Konzertformaten, als Komponist und Dirigent, etwa des Bayreuther »Jahrhundert-Ring« in Erinnerung, in Berlin wird sein Andenken im Pierre-Boulez-Saal, einem der innovativsten und besten Kammerkonzerträume überhaupt, lebendig gehalten. Doch … Tanz der Elemente weiterlesen

Aufforderung zum Tanz

Domorganist Sebastian Freitag hat seinen Bach-Zyklus begonnen Wenn man die Vitae gastierender Organisten liest, ist dort bei vielen eine zyklische Aufführung sämtlicher Werke, die Johann Sebastian Bach für Orgel geschrieben hat, erwähnt. (Auch Domorganist Sebastian Freitag hat bereits eine, 2018 in Paderborn, im Lebenslauf stehen.) Trotzdem scheint die Gelegenheit, eine Gesamtaufführung miterleben zu können, im … Aufforderung zum Tanz weiterlesen

»Das wird den meisten von Ihnen nicht gefallen«

Ludger Lohmann widerlegte im Orgelkonzert die von ihm selbst unterstellte Erwartung Den Konzerten des Dresdner Orgelzyklus‘ ist in der Kreuzkirche immer das Gespräch »Unter der Stehlampe« vorangestellt, zu dem Kreuzorganist Holger Gehring jeweils in der Schütz-Kapelle die Gastorganisten empfängt und befragt. Und weil Erläuterungen zu den Stücken jeweils im Programm stehen, sind im Vorgespräch eher … »Das wird den meisten von Ihnen nicht gefallen« weiterlesen

Im weiten Bogen

Sächsische Staatskapelle zeigt sich im Aufführungsabend kammermusikalisch bis sinfonisch Innere oder thematische Bezüge schien es gestern im dritten Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle weniger zu geben, aber dennoch elementare Zusammenhänge, vor allem im Hervortreten einzelner Instrumentengruppen. Unter der Leitung von Dirigentin Anna Rakitina waren es sozusagen die Elemente, die den Ton bestimmten. Dritter Aufführungsabend der Sächsischen … Im weiten Bogen weiterlesen

Neu zusammengestellt – gut aufgelegt?

Semperoper holt »Lohengrin« von Christine Mielitz wieder hervor Unter den Inszenierungen der Dresdner Semperoper gehört Richard Wagners »Lohengrin«, von 1983 stammend, mittlerweile zu den ältesten. Wie »La bohème« von der gleichen Regisseurin feierte er bereits 1983 seine Premiere – damals, zwei Jahre vor der Wiedereröffnung der dritten Semperoper, noch im Großen Haus des Staatsschauspiels. Mit … Neu zusammengestellt – gut aufgelegt? weiterlesen