Collegium 1704 führte »Gesù al Calvario« auf Obwohl wir das Collegium 1704 seit langem kennen und mit ihm die Werke Jan Dismas Zelenkas durchforsten, waren gestern wohl sicher ein paar Besucher überrascht, was sie da geboten bekommen hatten: Zelenkas Passionsoratorium »Gesù al Calvario« (Jesus auf Golgatha, ZWV 62). Nicht nur in seinen Ausmaßen – über … Zelenkas Passionsoper weiterlesen
Kategorie: Annenkirche Dresden
Thüringer Nährboden, Prager Blüte
Collegium 1704 mit Motetten der Familie Bach Johann Sebastian Bachs Bedeutung in der Musik ist nahezu unerreicht. Ohne ihn von diesem Sockel stoßen zu wollen, muß man aber anerkennen, daß der Thomaskantor nicht »aus sich selbst« kam, sondern auf einem günstigen Nährboden stand. Er war nicht nur mit Johann Pachelbel und dessen Kompositionen vertraut oder … Thüringer Nährboden, Prager Blüte weiterlesen
Marienvesper zum Jahresabschluß
Silvesterkonzert des Sächsischen Vocalensembles Am Silvestertag wird das Sächsische Vocalensemble von Matthias Jung das alte Jahr mit Claudio Monteverdi Marienvesper (SV 206) verabschieden. In den letzten Jahren waren neben Bachs h-Moll-Messe auch wenig bekannte Werke zu diesem festen Anlaß zu hören, nun wird eines der großartigsten Chorwerke der Kirchenliteratur wieder erklingen. Die Marienvesper hat viele … Marienvesper zum Jahresabschluß weiterlesen
Endlich wieder Weihnachten!
Collegium 1704 spielt Bach Es gibt wohl kaum ein Werk, daß so stark mit einer bestimmten Zeit des Jahres verbunden ist und binnen weniger konzentrierter Wochen so oft aufgeführt wird, wie Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (BWV 248). Trotzdem wird man nimmer müde, es zu erleben – die einen wählen den musikalischen Höhepunkt bewußt in der … Endlich wieder Weihnachten! weiterlesen
Ein Requiem für das Leben
Collegium 1704 musizierte Zelenka und Mozart November – der graue, nasse Monat, nicht zuletzt ein Monat der Stille und des Abschieds. Stille? Abschied? Wer das Collegium 1704 gestern in der Dresdner Annenkirche erlebt hat, konnte etwas ganz anderes hören: Leben, wenn nicht Feuer – eine diesseitige Hinwendung und Feier des Lebens noch in einem Requiem. … Ein Requiem für das Leben weiterlesen
Ist das noch Oratorium oder schon Oper?
Collegium 1704 mit Josef Myslivečeks »Abramo ed Isacco« Der »Tatbestand« oder Vorwurf, wenn sich sakrale und weltliche Musik zu sehr annähern, hatte schon Giovanni Battista Pergolesi getroffen, auch Händel kannte ihn. Einerseits soll (»darf«) Kirchenmusik nicht zu aufwühlend, nicht zu dramatisch sein, andererseits soll sie berühren. Viele der Geschichten, die die Bibel erzählt, eigneten sich … Ist das noch Oratorium oder schon Oper? weiterlesen
Vielfältiges »Amen!«
Zelenka Festival Prag – Dresden in der Annenkirche Das von Adam Viktora und dem Ensemble Inégal ins Leben gerufene Zelenka Festival Prag – Dresden feiert in diesem Tagen sein zehnjähriges Jubiläum. Der Dirigent und Musikforscher Reinhard Goebel, der sich ebenfalls bereits um Zelenka bemühte, meint, der böhmische Kontrabassist und spätere Hofkomponist und Kirchen-Compositeur des Sächsischen … Vielfältiges »Amen!« weiterlesen
Das theatralische Ungeheuer
Collegium 1704 feiert Polifemo Wie ein Bassist brillieren kann, hatte Luigi De Donato vor knapp einem Monat gezeigt, als er zum Solistenquartett des Messiah gehörte. Am Sonntag setzte er in der Annenkirche noch eins drauf, denn »Polifemo« war das wohl ungewöhnlichste Programm, mit dem die Musikbrücke Prag – Dresden leider bereits die Spielzeit abschloß – … Das theatralische Ungeheuer weiterlesen
Hören und Staunen mit Buxtehude
Sächsisches Vocalensemble schloß Karwoche in der Annenkirche ab Matthias Jung ist mit seinem Sächsischen Vocalensemble schon oft eine ausgesprochen intensive thematische Annäherung gelungen, sei es mit Werken aus besonderen Notensammlungen (Fürstenschule Grimma), von bestimmten Komponisten (Hugo Distler) oder weil sie dezidiert auf den Kirchenkalender bzw. Feiertage ausgerichtet waren. So wandten sich das Sächsische Vocalensemble und … Hören und Staunen mit Buxtehude weiterlesen
Messiah als Himmelsleiter
Collegium 1704 forscht die Schattierungen in Händels Klassiker aus Am Frühlingsanfang allein kann es kaum gelegen haben, daß am Mittwoch die Dresdner Annenkirche bis hoch in die Emporen gefüllt war. Georg Friedrich Händels »Messiah« (HWV 56) zieht einfach ungemein an. Da ist es vollkommen nebensächlich, ob man ihn schon zwei-, drei- oder viermal mit dem … Messiah als Himmelsleiter weiterlesen