Musikfilm hat Fernseh-Premiere Vor knapp zwei Jahren konnten die NMB »Il boemo« von Regisseur Petr Václav im Rahmen einer Sondervorführung im Dresdner Programmkino Ost sehen [unser Bericht: https://neuemusikalischeblaetter.com/2023/11/07/dem-vergessen-entrissen/%5D, jetzt kommt der erlebenswerte Film endlich ins Fernsehen. Am 15. August strahlt ihn der französisch-deutsche Kulturkanal arte in seinem Abendprogramm aus (Beginn: 21:45 Uhr), schon ab 8. … »Il boemo« auf arte und in der Mediathek weiterlesen
Kategorie: Collegium 1704
Zelenkas Passionsoper
Collegium 1704 führte »Gesù al Calvario« auf Obwohl wir das Collegium 1704 seit langem kennen und mit ihm die Werke Jan Dismas Zelenkas durchforsten, waren gestern wohl sicher ein paar Besucher überrascht, was sie da geboten bekommen hatten: Zelenkas Passionsoratorium »Gesù al Calvario« (Jesus auf Golgatha, ZWV 62). Nicht nur in seinen Ausmaßen – über … Zelenkas Passionsoper weiterlesen
Thüringer Nährboden, Prager Blüte
Collegium 1704 mit Motetten der Familie Bach Johann Sebastian Bachs Bedeutung in der Musik ist nahezu unerreicht. Ohne ihn von diesem Sockel stoßen zu wollen, muß man aber anerkennen, daß der Thomaskantor nicht »aus sich selbst« kam, sondern auf einem günstigen Nährboden stand. Er war nicht nur mit Johann Pachelbel und dessen Kompositionen vertraut oder … Thüringer Nährboden, Prager Blüte weiterlesen
Lichte Tiefe, dunkle Höhe
Kammermusiker des Collegium 1704 in Prag Von Dresden ist es kaum mehr als ein Katzensprung, und man ist in Prag, kann tags die Ausstellungen von Alfons Mucha, »Die Welt von Banksy« oder eines der Musikmuseen (Smetana, Dvořák) besuchen und abends die Stadt erkunden. Im zehnten Bezirk gibt es im Vzlet viel Art déco – das … Lichte Tiefe, dunkle Höhe weiterlesen
Funkelnder Jahresabschluß
Kammermusikreihe des Collegium 1704 im Prager Vzlet endet »dramatisch« Das »Drama« blieb beim letzten Konzert des Collegium 1704 im Prager Kulturzentrum Vzlet für dieses Jahr gestern zum Glück auf den musikalischen Aspekt beschränkt, war dafür aber um so eindrucksvoller. Gleich in zwei Kantaten klagte Kangmin Justin Kim ^die »crudel« (Grausamkeit bzw. Grausame) an, am Beginn … Funkelnder Jahresabschluß weiterlesen
Es darf gelacht werden!
Collegium 1704 und Regieduo SKUTR mit pfiffiger »Platée« am Prager Nationaltheater Märchen oder Stoffe, die mythische und Zauberwesen aufgreifen, passen in die Weihnachts- oder Vorweihnachtszeit – als Anlaß für die ganze Familie – besonders auf die Opernbühne. Die Neuen (musikalischen) Blätter nutzten am Freitag die Gelegenheit, das Nationaltheater Prag (Národní divadlo) für eine Vorstellung von … Es darf gelacht werden! weiterlesen
Endlich wieder Weihnachten!
Collegium 1704 spielt Bach Es gibt wohl kaum ein Werk, daß so stark mit einer bestimmten Zeit des Jahres verbunden ist und binnen weniger konzentrierter Wochen so oft aufgeführt wird, wie Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (BWV 248). Trotzdem wird man nimmer müde, es zu erleben – die einen wählen den musikalischen Höhepunkt bewußt in der … Endlich wieder Weihnachten! weiterlesen
Ein Requiem für das Leben
Collegium 1704 musizierte Zelenka und Mozart November – der graue, nasse Monat, nicht zuletzt ein Monat der Stille und des Abschieds. Stille? Abschied? Wer das Collegium 1704 gestern in der Dresdner Annenkirche erlebt hat, konnte etwas ganz anderes hören: Leben, wenn nicht Feuer – eine diesseitige Hinwendung und Feier des Lebens noch in einem Requiem. … Ein Requiem für das Leben weiterlesen
Cantigas de Santa Maria
Iberisches Liederbuch erklang im Vzlet Prag An den europäischen Höfen wurde nicht nur Musik geschaffen, sie wurde hier auch gesammelt. Je nach Region und »Pfad«, ob nun Handelsweg, Seebrücke oder tatsächlich Pilgerpfad, machten sich überregionale, sogar außereuropäische Einflüsse bemerkbar und wurden verbreitet. Die Maschen im Netzwerk der Höfe waren jedoch unterschiedlich dicht, die Pfade verschieden … Cantigas de Santa Maria weiterlesen
Ist das noch Oratorium oder schon Oper?
Collegium 1704 mit Josef Myslivečeks »Abramo ed Isacco« Der »Tatbestand« oder Vorwurf, wenn sich sakrale und weltliche Musik zu sehr annähern, hatte schon Giovanni Battista Pergolesi getroffen, auch Händel kannte ihn. Einerseits soll (»darf«) Kirchenmusik nicht zu aufwühlend, nicht zu dramatisch sein, andererseits soll sie berühren. Viele der Geschichten, die die Bibel erzählt, eigneten sich … Ist das noch Oratorium oder schon Oper? weiterlesen