Begegnung der Künste

Musik und Bildende Kunst zur »Orgelwoche« in Leubnitz-Neuostra

Zum mittlerweile 14. Mal findet im Rahmen der »Musik in Leubnitz« die »Orgelwoche« statt. Neu ist, daß die Orgeltage diesmal den Wochenrahmen deutlich erweitern: seit dem 22. August und noch bis zum 25. September gibt es Kammer- und Orgelkonzerte in der alten Kirche Leubnitz-Neuostra.

Viel wurde in den vergangenen Jahren bereits saniert bzw. restauriert – sogar Orgeltage ohne Orgel gab es schon, denn das alte Instrument von Jehmlich war selbst einmal an der Reihe, »aufgefrischt« zu werden. Seitdem (2008) klingt sie aber wieder. Und seit 2016 gibt es eine »kleine Schwester« – die Truhenorgel.

Letztere war am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals zu erleben. Jobst Schneiderat wechselte zwischen Cembalo und Orgel hin und her, war einmal Begleiter in Liedern aus Johann Sebastian Bachs »Schemellis Gesangbuch« oder Kantaten Georg Friedrich Händels (Mezzosopran: Elisabeth Wilke), dann Teil des Basso continuo in Sonaten für Oboe bzw. Oboe d’amore (Andreas Lorenz), schließlich Solist in den Französischen Suiten h-Moll (BWV 814) sowie c-Moll (BWV 813). Für die wohlgefällige Ergänzung im Begleitbaß sorgte Andreas Priebst (Violoncello).

Gesanglichkeit lag in den meisten Stücken, auch dann, wenn Oboe oder Cello sie anstimmten – die Seele der Musik läßt sich eben im Kantablen finden. Erfrischend waren dazwischen die Cembalosuiten eingeblendet zwischen filigraner Struktur und prächtigem Kolorit.

Im Festgottesdienst des Tages war zuvor die Kanzel nach erfolgreicher Restaurierung wiedereingeweiht worden – nun sorgten die vier Musiker dafür, daß der matt goldene Schimmer auch in Tönen erklang.

Dr. Arnold Körner ergänzte dazu in seinen Bildbetrachtungen manches zum Haus – das in den Werken des Malers Reinhard Springer eine zentrale Position einnimmt – und der regionalen Geschichte. Neben einem Gemälde waren ein Holz- und ein Linolschnitt ausgestellt, welche die Kirche unter leicht verschiedenen Blickwinkeln, in verschiedenen Schattierungen und Farben darstellten.

Mit Johann Sebastians Bachs »Der Tag ist dahin« ging der Konzertteil in Abendstimmung über – wie oft waren die Gäste aber noch eingeladen zu verweilen, in Bildbetrachtungen oder Gespräche vertieft. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es schon am Donnerstag dieser Woche.

10. September 2018, Wolfram Quellmalz

Am 13. September (19:30 Uhr) spielt Domorganist Johannes Trümpler (Dresden) Franz Liszt, Johann Sebastian Bach, Max Reger, Felix Mendelssohn Bartholdy, Sigfrid Karg-Elert und Théodore Dubois. Am folgenden Sonntag singt der Chor COLLEGIUM CANTICUM NOVUM unter der Leitung von Matthias Mücksch geistliche Chorwerke des 18. bis 20. Jahrhunderts.

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