Bartók mit »Wow-Effekt«

Augustin Hadelich und Jakub Hrůša bei der Sächsischen Staatskapelle Der Name Béla Bartók bremst die Vorfreude mancher Konzertbesucher ob der zu erwartenden Moderne oder Avantgarde – zu Unrecht! Immer wieder erweisen sich seine Werke als Schatzkistchen, aus dem folkloristisch funkelnde Rhythmen ebenso sprudeln wie süffige Melodiösität. Das war gestern im siebenten Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle … Bartók mit »Wow-Effekt« weiterlesen

Wie von der Tarantel gestochen

Auf manches Wiedersehen und -hören freut sich das Publikum besonders. Die Pianistin Ragna Schirmer zum Beispiel darf gleich mehrere virtuose Tugenden für sich beanspruchen, verfügt sie doch neben der reinen Fingerfertigkeit über exzellente Werkkenntnis, also inclusive der Entstehungsgeschichte und Lebensverhältnisse der komponierenden oder aufführenden Personen, die sie zusätzlich zu vermitteln weiß. Darüber hinaus beherrscht sie … Wie von der Tarantel gestochen weiterlesen

Schön chaotisch und keck, nur im Programm etwas verdreht

Edgar Moreau und Markus Stenz beim MDR-Sinfonieorchester Kennen Sie Jean-Féry Rebel? Nein? Dann gehören sie zu vielen! Selbst unter Musikfreunden, ja sogar unter Alte-Musik-Freunden, ist der Hofkomponist von Versailles, Maître de musique der Académie royale und Direktor des Concert spirituel in Paris kaum oder nur dem Namen nach bekannt. Gegenüber anderen französischen Komponisten wie Rameau, … Schön chaotisch und keck, nur im Programm etwas verdreht weiterlesen

Tragik und Unbeirrbarkeit

Absolventenkonzert mit der Elbland Philharmonie in der Musikhochschule So sehr wir »das schöne« an der Musik lieben – manchmal entspringen Werke unglücklichen oder tragischen Umständen. Als Antonín Dvořák während seines Amerikaaufenthaltes von der schweren Herzerkrankung seiner Schwägerin und Jugendliebe Josefina Kounicová erfuhr, mußte er damit rechnen, sie nicht mehr wiederzusehen. Für die Sopranistin, die in … Tragik und Unbeirrbarkeit weiterlesen

Kontrastreiche Matinée

Aufführungskonzert der Staatskapelle am Morgen Zwischen den beiden Ausgaben des Gründungstagskonzertes spielte die Sächsische Staatskapelle am Sonntagmorgen die erste Aufführungsmatinée der Saison. In den Kontext der Feier paßte dies sehr gut, schließlich besann sie sich auf eigene, innere Werte: den Solisten Sebastian Fritsch, seit zwei Jahren Konzertmeister Violoncello bei der Staatskapelle, Robert Lis, der das … Kontrastreiche Matinée weiterlesen

Sinfonischer Abschied

Moritzburg Festival Akademie im Kulturpalast Einerseits waren die Akademisten des Moritzburg Festivals gerade zu Beginn vor zwei Wochen näher ans Hauptprogramm mit den Solisten herangerückt, andererseits spielte die Kammermusik in den eigenen Programmen diesmal eine kleinere Rolle als in früheren Jahren. Außer beim Proschwitzer Picknick, das ja auch ein Sonderformat ist, trat die Akademie in … Sinfonischer Abschied weiterlesen

Moritzburg zum Mitsingen

Regenperiode schadet dem Kammermusikfest nicht Nach dem verregneten Wochenende und der frühzeitigen Ankündigung verschlug es am Dienstagabend nur vereinzelte Besucher noch zur Moritzburger Schloßterrasse – das Abendkonzert war sicherheitshalber wieder in die Kirche verlegt worden, was die Zuhörer vor arg kühlem Wetter und einem weiteren Schauer bewahrte. Drinnen durften sich zunächst zwei Flötentrios Joseph Haydns … Moritzburg zum Mitsingen weiterlesen

Mit ZentralVokal in die Sommerpause

Dresdner Kammerchor nah an der Natur Der Dresdner Kammerchor hat binnen kurzem nicht nur den Kulturraum des Zentralwerks erobert, es ist ihm auch gelungen, eine neue Reihe zu etablieren und dort eine eigene Atmosphäre zu schaffen. Nach dem kurzfristig erzwungenen Umzug der einstigen »Pumpenhausmusik« wurde das neue »A cappella im Zentralwerk« sogleich heimisch und heißt … Mit ZentralVokal in die Sommerpause weiterlesen

Dvořák neu hören

Jaime Martín und Cellist Pablo Ferrández bei der Dresdner Philharmonie Wie oft hat man das Stück und seine Geschichte nicht schon gehört? Antonín Dvořáks Cellokonzert ist einer der beliebtesten Klassiker und sorgte auch diesmal wieder für einen Publikumszustrom. Gerade solche Werke sind es aber, die – da man so viele Vergleichsmöglichkeiten hat – aufhorchen lassen, … Dvořák neu hören weiterlesen

Diesseits und jenseits

BR-Sinfonieorchester und Daniel Harding mit sinfonischen Dichtungen bei den Dresdner Musikfestspielen Unter den Orchestern, welche in diesem Jahr die Dresdner Musikfestspiele besuchen, nimmt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) eine Sonderstellung ein – weltweit ist es als Spitzenklangkörper anerkannt. Mit Daniel Harding bescherte es dem Publikum am Dienstag im Kulturpalast einen sinfonischen Abend. Daß dabei … Diesseits und jenseits weiterlesen