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Heinrich Schütz Musikfest »junior«

In Dresden gibt es ein Konservatorium, das den Namen Heinrich Schütz‘ trägt. Hier werden Schüler an vielen Instrumenten und im Gesang unterrichtet, wobei höchst unterschiedliche Genres von der Klassik bis zu Populärem vertreten sind. Heinrich Schütz gehört als einer der europäischen Musikväter natürlich dazu.

Einen Ausschnitt aus diesem Angebot bzw. diesen Lehrinhalten präsentierte das Heinrich-Schütz-Konservatorium am Freitag in einer großen Musizierstunde, die mit den Blechbläsern des HSKD begann und mit einem Gambenconsort endete. Interessant dabei war, daß Lehrer und Lehrkräfte dabei teilweise Orchesterleiter waren, aber auch als Partner im Ensemble mit den Schülern musizierten.

Und so gab es – wie im Hautprogramm des Festes – viel Musik »um« Schütz, von dessen Lehrer Giovanni Gabrieli, von Dieterich Buxtehude und von Johann Rosenmüller. »Singet dem Herrn ein neues Lied« hieß es gleich mehrfach (mit unterschiedlichen Textquellen) nach Buxtehude, Schütz (SWV 342 und 35) sowie – von Hugo Distler. Auch das war also wie beim »großen« Musikfest: die Brücke von Schütz reicht bis ins zwanzigste Jahrhundert, bis zu uns.

Gretel Wittenburg (Sopran) war als Solistin dabei, doch sonst spielten die Schülerinnen und Schüler die Hauptrolle. Besonders gelungen war dabei Georg Philipp Telemanns Don-Quixotte-Suite in der Quartettbesetzung mit Gregor Pollini, Alexander Bergert und Julia Knappe (Violinen) sowie Franziska Bergert (Violoncello), doch die Gambenfamilie in Buxtehudes Missa brevis (Clara Müller und Friedemann Gehrt/ Diskantgambe, Ulrike Dauderstädt / Altgambe, Cornelia Czupalla sowie Mirjam Dresel / Baßgambe) war nicht weniger beeindruckend.

Dem gesungenen Wort galt ein Großteil des Abends, und so schloß das Konzert mit Schütz‘ und Distlers Fassungen der Worte »Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder« mit dem am Hause beheimateten Motettenchor von Matthias Jung. Die Leitung an diesem Abend hatte Carsten Sprenger inne.

13. Oktober 2019, Wolfram Quellmalz

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