Es grünt und blüht eben doch!

Schieflage mit schönen Momenten

Es ist in der Tat nur wenige Tage, Wochen her, daß die ganze Welt »ins Rutschen« kam. Gerade im Moment, als sich alle Vorhänge schlossen und die Krise begann, bemerkte ich am täglichen Weg, daß die Blumenbeete im Park, die über den Winter brachgelegen hatten, bearbeitet worden waren, bereinigt und aufgelockert – ein gutes Zeichen, mußte es doch die Vorbereitung der Frühjahrsbepflanzung sein.

Seitdem hat sich mein täglicher Weg jedoch geändert, denn Wege werden – wie jede Aktivität – auf Notwendigkeit überprüft, reduziert und zusammengelegt, noch mehr als in den normalen Zeiten der »Optimierung«. So dauerte es über zwei Wochen, bis mich die Notwendigkeitsgegebenheit zwang (oder es mir erlaubte), wieder einmal da entlangzugehen, wo ich es bisher gewohnt war. Und siehe da: es blüht. Die Gärtner und Gartenbauhilfskräfte haben also ihr Tagwerk vollbracht – vielen Dank liebe Gärtner!

Zahlreiche Künstler sitzen gerade zu Hause und versuchen, »die Zeit« (also die gegenwärtige Phase) zu überbrücken. Schön, wenn manche von ihnen trotzdem zu erleben sind, und sei es über Internet und Smartphone. Lieber ein Strohhalm als kein Strohhalm! Beim RBB Kulturradio gibt es (fast) täglich neue Heimkonzerte:

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/das_konzert/archiv/20200401_1800.html

Musiker, die gerade zu Hause sitzen, sitzen nicht einfach da. Sie versuchen, ihr Leben, vor allem das Wiederaufleben nach der Krise, zu organisieren und vor allem – sie üben. Die Geige, das Cello, die Trompete, nicht einmal die Stimme kann eben einmal weggelegt werden – undenkbar, nicht möglich! Nicht, weil die Ruhepause undenkbar wäre, sondern weil es vor allem eines gilt: den Standard, die Qualität zu halten – also täglich üben.

Aus erster Hand können Sie das bei »Quietsch Fiedel« aus Essen nachlesen:

https://pottwalkuere.com/2020/03/31/musik-trotzt-corona-krise-und-dann/

Nicht nur Musiker und Sänger müssen üben, nicht nur Regisseure brüten über Ideen, auch Autoren schreiben fleißig weiter. Manche an ihren Büchern, andere an einem Blog zur Krise. Autorinnen und Autoren des Rotpunktverlages haben Tagebücher angefangen und schreiben von zu Hause, zu finden hier:

https://vierzigtagebuch.wixsite.com/rotpunktverlag

Ich versichere: all das ist wichtiger und wertvoller als Meldungen, die wie ein »Promi-Corona« oder »Corona-Bingo« anmuten. Auch wenn wir zu Hause festsitzen: wir, unsere Zeit, sind zu schade für solchen Müll!

Also bleiben wir gesund!

1. April 2020, Wolfram Quellmalz

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http://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-nmb

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