Verschieben ist Teil der Zukunftspläne

Szymon Goldberg Wettbewerb im Oktober, Musikfeste fordern Unterstützung

Als wir am Freitag die CD von Emmanuel Tjeknavorian vorgestellt haben (»Wenn der Vater mit dem Sohne«), war es schon zu vermuten: der Szymon Goldberg Wettbewerb, zu dem wieder viele internationale Gäste erwartet werden, kann in diesem Jahr nicht wie geplant im Mai stattfinden, da er sich unter den gegenwärtigen Quarantänebestimmungen und Reisebeschränkungen nicht durchführen läßt.

Dennoch darf sich die Leiterin Prof. Annette Unger über zwei Dinge freuen: die Anmeldungen zum 12. Wettbewerb waren trotz der Corona-Krise sehr zahlreich, außerdem hatte der Veranstalter frühzeitig vorgesorgt und mit der Evangelischen Akademie Meißen, welche den Wettbewerb seit Beginn beherbergt, einen Ersatztermin vereinbart. Somit können sich die jungen Teilnehmer wie die Besucher freuen, daß die Veranstaltung nicht abgesagt werden muß, sondern nur auf den Herbst verschoben wird. Neuer Termin ist nun der 26. bis 30. Oktober 2020. Alle Anmeldungen behalten ihre Gültigkeit, bis zum 28. September werden darüber hinaus neue angenommen.

BEDINGUNGEN AUF FÜR KÜNFTIGE MUSIKFESTE ERSCHWERT

Die Unabsehbarkeit der derzeitigen Situation ist für viele Veranstalter ein Problem, auch für jene, die momentan gar nicht direkt betroffen scheinen – solange weder ein Wirk- noch ein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung steht, fehlt dadurch die notwendige Planungssicherheit. Vierzig freie Veranstalter und Musikfestivals haben sich daher zu einem Forum Musik Festivals zusammengeschlossen und ein Positionspapier zur »Bewältigung der Krise und Zukunftssicherung« an die Bundesregierung und die zuständigen Minister gerichtet. Darin weisen sie auf ihr Wirken, die gegenwärtige Lage und mögliche Folgen der Krise hin und stellen Forderungen für die Zukunft, die Klarheit von Verfügungen und konkrete Unterstützung ebenso betreffend wie den Stellenwert, den die Kultur gegenüber Wirtschaft und Sport hat.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem das Heinrich Schütz Musikfest, die Köthener Bachfesttage, die Händel-Festspiel Halle und andere (wir haben hier stellvertretend nur drei genannt, die für den Inhalt unserer Seiten wichtig sind, doch es gibt viele weitere Genres, Sparten und Formate). Absender bzw. erster Ansprechpartner ist der Geschäftsführende Intendant der Göttinger Händelfestspiele Tobias Wolff – er hatte das Musikfest ausgerechnet im hundertsten Jahrgang absagen müssen.

Zum Positionspapier gelangen Sie hier: Positionspapier Forum Musik Festivals

27. April 2020, Wolfram Quellmalz

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