Orgel plus Flöte plus Gesang

Sommerkonzertreihe in Altkaditz beendet

Mit dem dritten Konzert endete am Freitag (leider!) schon die sommerliche Reihe »Orgel plus« der Laurentiusgemeinde Dresden in der Emmauskirche Altkaditz. Das »plus« galt diesmal gleich doppelt, denn neben Florian Mauersberger (Orgel) wirkten Bernd Schäfer (Flöten) und Gretel Wittenburg (Gesang) mit – für sie alle war es eine Wiederbegegnung.

Das Programm war diesmal um die Worte »Glaube – Liebe – Hoffnung« aus dem Hohelied der Liebe (Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen) gebaut, Worte, die auch Pfarrerin Gisela Merkel-Manzer in ihrem Geistlichen Wort aufgriff.

Photos: NMB

Dabei gelang eine schwebende Balance zwischen Konzert und Andacht, wofür vor allem die Solokantaten und Lieder standen. Mit Georg Friedrich Händels »Meine Seele hört im Sehen« (HWV 207) und »Flammende Rose, Zierde der Erde« (HWV 210) gelang Gretel Wittenburg mit ihrem beflügelnden Gesang ein berührender Beginn (»Glaube«), den André Campras »Domine Domine noster« (Herr, unser Herrscher) noch vertiefte. Alessandro Scarlattis Kantate »Ardo e’ver per te d’Amore« wandte sich dann der Liebe zu. Bernd Schäfer, der sonst virtuos die Querflöte blies, wechselte hierfür zur Blockflöte, die stimmlicher, näher am Gesang liegt und somit als Duopartnerin diente.

Mit einer Solokantate (»Die Hoffnung«, TWV 20:48) sowie einer Arie (»Mich tröstet die Hoffnung« aus der Oper »Der geduldige Sokrates«, TWV 21:9) von Georg Philipp Telemann schloß das Programm später, gleichzeitig stellte es geistliche Themen im weltlichen Gewand dar – für den Rahmen des Abends sehr passend.

Wer sich zwischendurch gedanklich versenken oder einfach nur durchatmen wollte, ob nun kontemplativ oder allein dem schönen Klang hingegeben, fand zwischendurch mit dem Andante und Minuetto aus der Sonate G-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach dafür Gelegenheit – ob Friedrich II. sie (gern) gespielt hat? Angeblich – behaupten manche Quellen – mochte Friedrich »der Große« seinen Cembalisten nicht.

Eine andere Gelegenheit gab es nach dem Konzert – die fürs Beisammensein unter der Linde, wovon sich trotz einsetzenden Regens kaum jemand abhalten ließ.

28. August 2022, Wolfram Quellmalz

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