Einhundertfünfzig Jahre in einem Kammerabend

Von 1842 bis in die Gegenwart führte der vierte Abend der Sächsischen Staatskapelle Dresden, zu dem Werke Antonio Pascullis und Edward Elgars zu hören waren. Darüber hinaus wurde eine Komposition des Kapell-Mitgliedes Petr Popelka aufgeführt. Kurzfristig war das Programm wegen einer Erkrankung geändert worden, weshalb anstelle eines Quintetts von Jan Ladislav Dusík das »Concerto sopra … Einhundertfünfzig Jahre in einem Kammerabend weiterlesen

Nachtrag 2 – Gehörte Bilder

Andrés Orozco-Estrada begeistert Leipziger Publikum Allen drei Werke dieses abends kann man einen Bildcharakter unterstellen, denn vor allem Leoš Janáčeks Rhapsodie »Taras Bulba« und Antonín Dvořáks Sinfonie »Aus der Neuen Welt« haben nicht nur programmatische Titel, sie »erzählen« auch Geschichten von Ländern und Menschen. Auch dem die Hollywood-Filmmusik prägenden Erich Wolfgang Korngold wird eine Bildsprache … Nachtrag 2 – Gehörte Bilder weiterlesen

Nachtrag 1 – Klavierabend mit Arcadi Volodos im Gewandhaus

Eruptiver Traumwandler Obwohl noch kein »Alter«, hat Arcadi Volodos bereits eine erstaunliche Wandlung hinter sich. Vom kraftvollen Virtuosen, der auch schon Aufnahmen mit Stücken des »Encore-Repertoires« veröffentlicht hat, wandelt er sich mehr und mehr zum einfühlsamen Poeten. Daß dies Kraft nicht ausschließt, bewies er am 4. März im Gewandhaus, als er schon bei Johannes Brahms' … Nachtrag 1 – Klavierabend mit Arcadi Volodos im Gewandhaus weiterlesen

Getriebener Wanderer

Schuberts »Winterreise« in der Versöhnungskirche mit Frank Blümel und Marc Kirsten Die Frage, ob der Winter nun am 28. Februar oder am 19. März zu Ende geht, mögen Meteorologen und Astronomen diskutieren, Sänger sind davon, soweit es nicht Befindlichkeiten des Halses und der Stimmbänder angeht, wohl unberührt. Viel eher erwägen sie, in welcher Fassung – … Getriebener Wanderer weiterlesen

Vom Spiel des Lebens

Peter Tschaikowski und sein Bruder Modest hatten für ihre Oper »Pique Dame« Alexander Puschkins gleichnamige Novelle aufgegriffen und für die Bühne angepaßt. Am tiefgreifendsten sind diese Änderungen am Schluß: Während bei Puschkin Hermann den Verstand verliert und im Obuchofskischen Krankenhaus, Zimmer 17, immer wieder die Worte »Drei, Sieben und As!« wiederholt und Lisa einen »liebenswerten … Vom Spiel des Lebens weiterlesen

Gedenken aus dem Leben heraus

Vergleicht man Gioachino Rossinis »Stabat mater« mit Werken Schütz', Homilius' oder Bachs, kann man den Vorwurf, es sei zu wenig Kirchenmusik, sondern vielmehr opernhaft, nachvollziehen. In der Tat schwelgt das Werk in lebendigen Achteln und dramatischen Farben. Rossini wollte den Maßstab der Kirchenmusik aber auch gar nicht auf sich beziehen, deshalb stellt das Werk im … Gedenken aus dem Leben heraus weiterlesen

Verschachtelt: Pelléas et Mélisande

Schon Maurice Maeterlincks Text scheint verschlüsselt, von einem Schleier umhüllt. Vieles wird nur vage angedeutet und nicht ausgemalt. Claude Debussy hat einen Schleier aus Musik darum gewoben und ein vielschichtiges Märchengebilde geschaffen – viel Raum zur Deutung und Auslegung. Diesen Raum auszufüllen, da erwartete der eine oder andere von der Theaterkompanie La Fura dels Baus … Verschachtelt: Pelléas et Mélisande weiterlesen

Erhörte Musikgeschichte

Das Kammerorchester der Versöhnungskirche Dresden-Striesen, welches sich aus professionellen Musikern und Laien zusammensetzt, stellt vier bis sechs Programme im Jahr zusammen und führt diese auch in Konzerten auf. So am vergangenen Wochenende, als unter der Leitung von Margret Leidenberger Werke Johann Sebastian Bachs, Johann Joachim Quantz' und Johann Christian Bachs aufgeführt wurden. Für Quantz' Flötenkonzert … Erhörte Musikgeschichte weiterlesen