Nachbetrachtung zu Rahel

Erste Serie von Detlev Glanerts »Die Jüdin von Toledo« an der Semperoper abgeschlossen Die NMB hatten schon im Premierenbericht (https://neuemusikalischeblaetter.com/2024/02/15/10279/) gemutmaßt, daß es lohnen würde, Detlev Glanerts »Die Jüdin von Toledo« noch einmal zu besuchen, um musikalische und andere Bezüge noch stärker nachvollziehen, erkennen zu können. Knapp einen Monat nach der Premiere besuchten wir am … Nachbetrachtung zu Rahel weiterlesen

Über zwei Stunden Hochspannung

Uraufführung von Detlev Glanerts »Die Jüdin von Toledo« in der Semperoper frenetisch gefeiert Solche Abende wie am vergangenen Sonnabend in der Dresdner Semperoper machen zukunftsfroh: die Uraufführung eines Werkes, dessen Stoff nicht nur berührt, sondern das den Besucher auch in seiner Tonsprache anspricht und mitreißt. Dazu hervorragende Darsteller und eine kongeniale Regie – was will … Über zwei Stunden Hochspannung weiterlesen

Surrealistische Brandstifter

Neuer Doppelabend an den Landesbühnen Sachsen Die Landesbühnen Sachsen haben mit ihrem Kooperationspartner Elbland Philharmonie Sachsen bereits einige Doppelabende mit Kurzopern oder Einaktern auf die Bühne gebracht, die einander ergänzten, kommentierten, konterkarierten. Zu den schönsten gehörte 2021 / 22 wohl Sebastian Ritschels »Inselzauber« (Offenbach und Bernstein), der nach der Pandemiezeit den Weg vom Streaming ins … Surrealistische Brandstifter weiterlesen

Innenwelten

Semperoper feiert einen überragenden »Tristan« Schon bevor sich der Vorhang hebt, packt einen dieser Klang: Tristans Akkord, der Isoldes (Liebs)traum webt. Das, was Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden da aus dem Orchestergraben strömen lassen, hat nichts mit Schmeicheln und Wohlfühlen zu tun, es ist vielmehr ein geradezu stoffliches Gewebe, das einhüllt – erregend … Innenwelten weiterlesen

»Oboisten sehen immer angespannt aus«

»Tristan und Isolde« mit Richard Vardigans Im kommenden Jahr kann der Dirigent, Musikwissenschaftler, Pianist und Opernerklärer Richard Vardigans sein zwanzigjähriges Jubiläum feiern – 2005 gründete er das Format »Oper mal anders«, das ohne Requisite und Kostüme auskommt. Musik und Handlung werden vom Flügel aus dargeboten, in Auszügen, mit historischen Fakten, Hintergrundinformationen und Anekdoten geschmückt. Manches … »Oboisten sehen immer angespannt aus« weiterlesen

Dresdner Philharmonie feiert ein Bellini-Fest

»I Puritani« vom Publikum enthusiastisch gefeiert Einmal im Jahr bricht die Dresdner Philharmonie aus dem Konzertrahmen aus und nimmt sich eines Genres an, zu dem sie als Nichttheaterorchester sonst keine Gelegenheit hat: Oper. In den letzten Jahren sorgten Beethovens »Fidelio«, Giacomo Puccinis »Il Tabarro« und Pietro Mascagnis »Cavalleria Rusticana« mit Chefdirigent Marek Janowski für Aufhorchen … Dresdner Philharmonie feiert ein Bellini-Fest weiterlesen

Im Wiederholungsfalle amüsant

Repertoirevorstellung von Rossinis »Barbier« an der Semperoper Mittlerweile ist Gioachino Rossinis »Il Barbiere di Siviglia« von 2008 in die Jahre gekommen. Die Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich gefiel in ihrem Premierenjahr bereits mit Spielwitz und einem märchenhaften Bühnenbild, selbst wenn dieses – an die Züricher Bühnenverhältnisse angepaßt – in Dresden etwas eingelaufen wirkt. Nun war … Im Wiederholungsfalle amüsant weiterlesen

Annäherung an Dafne

Heinrich Schütz Musikfest wagt sich an eine Rekonstruktion Die mythologische Geschichte um die Nymphe Dafne ist uns als Opernstoff durch Richard Strauss bestens bekannt, das Erleben seiner Fassung nur eine Frage der Spielzeitplanung. Dafne hat allerdings auch schon die frühesten Opernkomponisten angeregt. Eine der, vielleicht die erste Oper überhaupt, von Jacopo Peri geschrieben, hat sie … Annäherung an Dafne weiterlesen

Vorsicht, Zauber!

Lehramtsstudenten brachten Henry Purcells »Dido und Aeneas« auf die Bühne So zuverlässig wie die Jahresproduktionen der Opernklasse der Hochschule für Musik haben sich mittlerweile die Inszenierungen der Lehramtsstudenten am Herbstbeginn im Kalender etabliert. Die aktuelle Produktion, Henry Purcells »Dido und Aeneas« (Libretto: Nahum Tate), ging am Wochenende gleich viermal über die Bühne des Labortheaters. Ähnlich … Vorsicht, Zauber! weiterlesen