Soirée »Auftakt!« der Semperoper als Ausblick auf die Spielzeit In kleinen und größeren Appetithäppchen lockte die Semperoper in ihrer ersten Soirée Besucher an. So bunt das Angebot war, dürfte wohl für jeden etwas dabeigewesen sein, selbst wenn einmal die zugkräftigsten Namen (Mozart, Wagner, Verdi) fehlten. Portal der Semperoper, Photo: Sächsische Staatsoper, © Jochen Quast Der … Gurkensandwich, Currywurst und Schwarzwälder Kirschtorte weiterlesen
Kategorie: Oper
Böser Clown oder Alter Ego?
Sommerprogramm der Serkowitzer Volksoper in der Saloppe Das Sommertheater der Serkowitzer Volksoper verspricht in jedem Jahr amüsante, geistvolle Stücke. Oper und Sprechtheater kreuzen und ergänzen sich hier zum gegenseitigen Gewinn. Stücke, die nicht zusammengehören, aber eine Geistesverwandtschaft aufweisen (»Don Giovanni« und »Diener zweier Herren«) oder unvollständig sind (Heinrich Schütz‘ »Dafne«) wurden in den letzten Jahren … Böser Clown oder Alter Ego? weiterlesen
Agathe und die Wolfsschlucht
Die Premiere des neuen »Freischütz« in Rathen mußte wetterbedingt abgebrochen werden, schien aber vielversprechend Ob es am Datum gelegen hat? Denn die Johannisnacht (von Freitag auf Sonnabend) ist eine der Nächte, die besonders geeignet sein sollen, »Freikugeln« zu gießen. Wollte das »jemand« verhindern? Doch ob Wotan oder schlicht das Wetter – pünktlich zur Ouvertüre von … Agathe und die Wolfsschlucht weiterlesen
Mitten im All
Theater Cottbus schließt einen magnetischen Tristan-Zyklus »Die Lust der Zerstörung ist zugleich eine schaffende Lust« Nein, dieses Zitat stammt nicht von Richard Wagner, obwohl ihm manche dieses wohl zutrauen würden, sondern von Michail Bakunin. Michail Alexandrowitsch Bakunin, Denker, Publizist und Anarchist, Revolutionär – 1848 nahm er an den Aufständen in Paris und Prag teil, 1849 … Mitten im All weiterlesen
Der verlorene Sohn
Sächsische Staatsoper bringt Monteverdis L’Orfeo auf die Bühne Die Zeit der Sächsischen Hofkapelle und heutigen Sächsischen Staatskapelle Dresden reicht (ununterbrochen) bis in die Renaissance zurück. Im Barock finden sich zahlreiche deutsche und italienische Meister, die hier wirkten und für Höhepunkte sorgten, ob als Capellmeister oder Hofcompositeure. Doch die Zeiten ändern sich – die heutige Kapelle, … Der verlorene Sohn weiterlesen
Witz und Wahnsinn
Ensemble Lachrymae in der Dresdner Theaterruine Am Sonntag war das 2021 gegründete Ensemble Lachrymae erstmals in Dresden zu Gast und präsentierte in der St.-Pauli-Theaterruine sein Programm »Wahnsinn«. Tags zuvor spielten die jungen Musiker in der Schaubühne Lindenfels (Leipzig) in einem ausverkauften Haus – das dürfte in Dresden und anderswo bald ähnlich sein. Denn das Programm … Witz und Wahnsinn weiterlesen
Zum Auftakt ein Rosenkavalier
An der Semperoper Dresden beginnen demnächst die Richard-Strauss-Tage Kaum eine Verbindung zwischen einem Orchester und einem Komponisten dürfte inniger gewesen sein als die zwischen der Sächsischen Staatskapelle (früher Königlich-sächsische musikalische Kapelle) und Richard Strauss. Allenfalls in den Anfangsjahren des Orchesters, das 2024 sein immerhin (ununterbrochen) 475-jähriges Bestehen feiern wird, gab es ähnlich enge Verknüpfungen. Damals … Zum Auftakt ein Rosenkavalier weiterlesen
Gebremste Leidenschaft
Landesbühnen Sachsen bringen Mozarts »Don Giovanni« auf die Bühne Operndirektorin Kai Anne Schuhmacher stellt den Mozart-Da-Ponte-Klassiker »Don Giovanni« zwar nicht auf den Kopf, aber doch in Frage, wenn sie die Geschichte des Lebemanns, Charmeurs, Frauenhelden oder »Wüstling« (Originaltitel: »Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni«) retrospektiv erzählt – aus der Sicht des »Helden«. Zwar gibt es … Gebremste Leidenschaft weiterlesen
Etwas überdreht
Aribert Reimanns »Gespenstersonate« auf Semper Zwei In August Strindbergs geisterhaftes Kammerspiel »Spöksonaten« (»Gespenstersonate«) treffen lebende Menschen auf Tote. Es geht jedoch nicht um eine Spuk- oder Gruselgeschichte, sondern um eine Schattenwelt – gegenwärtiges und vergangenes Leben verbinden sich in verschiedenen Ebenen. Schuld und Schulden werden zwar aufgearbeitet, weitergegeben, jedoch nicht ausgeglichen. Am Ende gibt es … Etwas überdreht weiterlesen
Wen die Götter lieben
Sächsische Staatsoper schließt zweite »Ring«-Aufführung ab Endzeitstimmung in Dresden – nach der »Götterdämmerung« fiel am Freitag der (vorerst) letzte Vorhang. Zweimal hatten Christian Thielemann und sein Orchester mit einem erlesenen Ensemble und dem Sächsischen Staatsopernchor im Januar und Februar Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« aufgeführt. Gleichzeitig emotional aufwühlend und tief berührend wurde die Geschichte … Wen die Götter lieben weiterlesen