Kreuzvesper am Vorabend des vorletzten Sonntages im Kirchenjahr

Chemnitzer Friedensbanner und Canzonetta-Kammerchor Leipzig zu Gast

Im November erklingen nicht nur die Totenklagen der Requien, wir richten unseren Blick nicht nur auf Vergangenes und den Abschied, sondern ebenso in die Zukunft. Unsere Gedanken sind erfüllt von Hoffnung und (neuen) Zielen, aber auch von Verantwortung und Folgen unseres Handelns. Immer wieder kreisen die Gedanken um die Welt, die Umwelt und um den Frieden. Zum dritten Mal wurden die Chemnitzer Friedensbanner, ein Projekt der Montessori-Schule dort, in der Dresdner Kreuzkirche aufgehängt. Gleichzeitig tagte zwischen 10. und 13. November die 12. Synode der EKD in Dresden.

Friedensbanner
Chemnitzer Friedensbanner im Schiff der Dresdner Kreuzkirche, Photos: NMB

Am vergangenen Sonnabend gestalteten der Canzonetta-Kammerchor Leipzig mit seiner Leiterin Gudrun Hartmann sowie KMD i. R Hans-Dieter Schöne die traditionelle Kreuzvesper. Das musikalische Programm reichte weit – in der Zeit (von Hans Leo Hasslers »Kyrie« bis zu Karl Jenkins‘ »Laudamus te«), und im Raum, wo die Chorsänger die Vesper mit dem Traditional »Down in the river to pray« (Als ich zum Fluß hinunter ging, um zu beten) begannen.

Ob mit Charles Villiers Stanford (»Beati quorum«), Felix Mendelssohn (»Richte mich, Gott«) oder im Gemeindegesang (»Es ist gewißlich an der Zeit«) – thematisch kreiste die Stunde um die Verantwortung und Gottes Richtspruch über unser Tun. Der Canzonetta-Kammerchor Leipzig bewies dabei vor allem in der Formation ein homogenes Gefüge seiner Sänger, fokussierte die Gedanken gerade in Momenten der Ruhe.

Auch Superintendent Christian Behr verwies noch einmal auf die Bedeutung des Trostes als Bestandteil eines jeden Requiems, sowie darauf, daß wir (eigenständig) unser Tun zu verantworten haben, selbst wenn uns die Worte vom »jüngsten Gericht« oder dem Gericht am »Tag des Zorns« heute fern scheinen.

Der Ausblick fiel doppelt positiv aus: der Blick nach oben zu den farbenfrohen Friedensbanner, jener nach innen wurde durch Johann Pachelbels »Singet dem Herrn ein neues Lied« bestärkt.

18. November 2019, Wolfram Quellmalz

Die Friedensbanner sind noch bis zum Freitag, 22. November 2019, in der Kreuzkirche zu sehen.

Nächstes Konzert in der Dresdner Kreuzkirche: 20. November (Buß- und Bettag), 20:00 Uhr, Axel Flierl (Dillingen / Donau) spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Jean Langlais, Karl Höller und Olivier Latry, Axel Flierl ist bereits vor dem Konzert im Gespräch »Unter der Stehlampe« (19:19 Uhr) in der Schütz-Kapelle der Kreuzkirche zu erleben

Nächste Kreuzvesper: 23. November, 17:00 Uhr, A-cappella-Kammerchor Freiberg, Peter Kubisch (Leitung), Marianne v. Einsiedel (Orgel), Motetten von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Francis Poulenc

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