Formenvielfalt

Kammerabend der Dresdner Philharmoniker »Forellenquintett« hatten vier Dresdner Philharmoniker ihr Kammerkonzert am Sonntag im Kulturpalast nach dem prominentesten Stück des Abends genannt. Adela-Maria Bratu (Violine), Beate Müller (Viola), Matthias Bräutigam (Violoncello) und Răzvan Popescu (Kontrabaß) wuchsen im Verlauf sozusagen um ihren Gast Andreas Hecker (Klavier), erst vom Quartett zum Quintett, mit Franz Schubert machte auch … Formenvielfalt weiterlesen

Die Harmonie unserer Zeit

Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle mit Lukas Stepp (Violine) und Gregory Vajda (Dirigent) in der Semperoper, Photo: Sächsische Staatskapelle Dresden, © Oliver Killig Zu den Magneten des Aufführungsabends in der Semperoper darf man neben Wolfgang Amadé Mozart sicher den Solisten rechnen – Lukas Stepp (Konzertmeister zweite Violinen der Sächsischen Staatskapelle Dresden) war … Die Harmonie unserer Zeit weiterlesen

Musikalischer Tummel

Tugan Sokhiev und die Sächsische Staatskapelle präsentierten im Sinfoniekonzert bildhafte Werke Werke der aktuellen Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle, Olga Neuwirth, sind in dieser Spielzeit gerade dreimal zu erleben (darunter allerdings ein großes Portraitkonzert). Mit der Deutschen Erstaufführung von »Dreydl« begann dieser Zyklus am Sonntagvormittag in der Semperoper. Das Wort bzw. der Titel leitet sich vom … Musikalischer Tummel weiterlesen

Primus inter pares

Ton Koopman und Robert Oberaigner bescheren mit der Staatskapelle ein musikantisches Vergnügen Die Überraschungen waren diesmal theoretischer Art und erwiesen sich als beiläufig: Ton Koopman begann sein Programm in zweiten Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle mit Carl Maria von Weber sozusagen (chronologisch) am falschen Ende und machte dann via Mozart eine Rolle rückwärts zu Haydn, auch … Primus inter pares weiterlesen

Fulminanter Abschluß, optimistischer Ausblick

Pianist Rolf Plagge beim Pianoforte-Fest Meißen Eines kann man dem Veranstalter immer wieder attestieren: während anderswo Virtuosität und Brillanz als übermäßige Attribute ein Konzert kennzeichnen (und leider oft das Ausbildungsprogramm vieler Studenten), lädt das Pianoforte-Fest Meißen Pianisten ein, die vor allem mit ihrer Gestaltung beeindrucken. Farbenreichtum allein genügt dafür bei weitem nicht. Rolf Plagge beim … Fulminanter Abschluß, optimistischer Ausblick weiterlesen

Alte Musik auf dem Hammerflügel

Sebastian Knebel in der Leubnitzer Kirche Theoretisch könnte man fragen, wie bzw. für welchen Zeitraum die »Alte Musik« definiert sei – noch vor zwanzig Jahren wäre das ein Thema gewesen, vor zehn vielleicht schon nicht mehr. Denn längst sind Musikern wie Hörern die Grenzübergänge bewußt geworden (oder bewußter), praktisch hat die zeitliche oder musikalische Abgrenzung … Alte Musik auf dem Hammerflügel weiterlesen

Sagenhafter Gestalter im märchenhaften Schloß

Lucas Debargue zu Gast beim Lausitz Festival in Bad Muskau Das Fürst-Pückler-Schloß mit dem umgebenden Park in Bad Muskau wäre allein schon eine Reise wert. Der Auftritt des Pianisten Lucas Debargue gestern rechtfertigte auf lohnende Weise die Anfahrt (und späte Rückkehr) von außerhalb – wie nur wenige andere Pianisten versteht es der Franzose, aus einem … Sagenhafter Gestalter im märchenhaften Schloß weiterlesen

Flügelhorn mit sanften Schwingen

Sergei Nakariakov erstmals beim Moritzburg Festival Der russisch-israelische Trompeter Sergei Nakariakov ist beinahe ebensolang bekannt wie das Moritzburg Festival. Seit den neunziger Jahren ist er vor allem für seine virtuosen Bravourstücke berühmt – Werke, die eigentlich nicht »auf die Trompete« gehören. Eine seiner ersten Einspielungen hieß entsprechend »Carmen fantasy« – Werke auf der Trompete zu … Flügelhorn mit sanften Schwingen weiterlesen

Dunkel, »schief« und schön

Abend der Seltenheiten beim Moritzburg Festival »Schief ist englisch und englisch ist modern« heißt es angeblich und soll sich auf das Tragen von Baretten beziehen. Oder meint es vielleicht, wie schön es sein kann, wenn man den gewohnten Quartett- oder Quintettverbund etwas verschiebt. Nicht einmal Normenverfechter bestehen auf solchen Standards, Ästheten erstrecht nicht – sie … Dunkel, »schief« und schön weiterlesen

Besuch aus Wien

Elke Eckerstorfer beim Dresdner Orgelzyklus Ein wenig versteckt zunächst, machten sich im Orgelkonzert an der Katholischen Hofkirche Dresden (Kathedrale) gestern einige Entdeckungen spätestens beim genaueren Hören bemerkbar. Manche waren auf persönliche Bezüge der Organistin Elke Eckerstorfer (Wiener Hofburgkapelle) zurückzuführen, die als erster Gast im Rahmen der Internationalen Dresdner Orgelwochen dieses Jahres auftrat. Doch nicht nur … Besuch aus Wien weiterlesen