Premiere von Sergej Prokofjews »Die Liebe zu den drei Orangen« an der Semperoper Komödie oder Tragödie – diese Frage steht nicht nur am Anfang von Sergej Prokofjews »Die Liebe zu den drei Orangen«, sie läßt sich auch auf die Zugehörigkeit des Genres oder den Charakter des Bühnenspiels legen. Carlo Gozzis »L’amore delle tre melarance«, das … »Ich bin verliebt, was geht mich der Staat an?« weiterlesen
Schlagwort: Semperoper
Turbulentes Jugendstil-Pasticcio
Richard Strauss‘ »Intermezzo« feiert Premiere an der Semperoper Im Video zur Spielzeitvorschau hatte sich Regisseur Axel Ranisch als quecksilbrig überquirliger, wenn nicht überdrehter Akteur präsentiert. Ranisch ist kein dezidierter Theater- sondern studierter Film- und Fernsehregisseur, außerdem Darsteller, Autor, Filmkomponist, Filmeditor … – ein »Multiperformancekünstler«. Mancher sah der Premiere von Richard Strauss‘ »Intermezzo« am vergangenen Freitag … Turbulentes Jugendstil-Pasticcio weiterlesen
Trotz digitaler Irrwege erzählerisch mitreißend
Premiere von Hector Berlioz‘ »Benvenuto Cellini« an der Semperoper Vor sechs Jahren hatte die Intendanz von Peter Theiler an der Sächsischen Staatsoper mit »Moses und Aron« begonnen – würde sein Abschied vergleichbar stark ausfallen? Im Falle von Arnold Schönberg hatte Theiler den bekannten Regisseur Calixto Bieito nach Dresden geholt, für andere Produktionen gewann er Peter … Trotz digitaler Irrwege erzählerisch mitreißend weiterlesen
Jeder ist schuldig?
Calixto Bieito bringt Leoš Janáčeks »Káťa Kabanová« auf die Bühne der Semperoper Calixto Bieito gehört zu den Stars unter den Regisseuren, deren Name allein schon eine Produktion höherzusetzen scheint. Was noch kein Garant für ein ausverkauftes Haus ist – am Sonntagabend blieben in der Semperoper zur Premiere von Leoš Janáčeks »Káťa Kabanová« noch einige Plätze … Jeder ist schuldig? weiterlesen
Spannende Erstaufführung
Hochschulsinfonieorchester begeistert mit Skoryk und Mahler in der Semperoper Das Konzert des Hochschulsinfonieorchesters in der bis in den vierten Rang besetzten Semperoper gehört zu den Jahreshöhepunkten im Programm der Musikhochschule. Am Dienstag stand neben Gustav Mahlers fünfter Sinfonie das vierte Violinkonzert von Myroslav Skoryk auf dem Programm, das bei dieser Gelegenheit (bzw. bei der ersten … Spannende Erstaufführung weiterlesen
Gurkensandwich, Currywurst und Schwarzwälder Kirschtorte
Soirée »Auftakt!« der Semperoper als Ausblick auf die Spielzeit In kleinen und größeren Appetithäppchen lockte die Semperoper in ihrer ersten Soirée Besucher an. So bunt das Angebot war, dürfte wohl für jeden etwas dabeigewesen sein, selbst wenn einmal die zugkräftigsten Namen (Mozart, Wagner, Verdi) fehlten. Portal der Semperoper, Photo: Sächsische Staatsoper, © Jochen Quast Der … Gurkensandwich, Currywurst und Schwarzwälder Kirschtorte weiterlesen
Der verlorene Sohn
Sächsische Staatsoper bringt Monteverdis L’Orfeo auf die Bühne Die Zeit der Sächsischen Hofkapelle und heutigen Sächsischen Staatskapelle Dresden reicht (ununterbrochen) bis in die Renaissance zurück. Im Barock finden sich zahlreiche deutsche und italienische Meister, die hier wirkten und für Höhepunkte sorgten, ob als Capellmeister oder Hofcompositeure. Doch die Zeiten ändern sich – die heutige Kapelle, … Der verlorene Sohn weiterlesen
Episodisch bis berauschend
Sächsische Staatskapelle und Jakub Hrůša mit Strauss und Berlioz Tondichtung, sinfonisches Gemälde, ja fast eine konzertante Oper könnte man nennen, was die Sächsische Staatskapelle Dresden am Wochenende ihrem Publikum bot. Dabei stand Richard Strauss einmal – wiewohl derzeit im Mittelpunkt der Richard-Strauss-Tage an der Semperoper Dresden – sogar noch hinter einem französischen Kollegen zurück. Und … Episodisch bis berauschend weiterlesen
Zum Auftakt ein Rosenkavalier
An der Semperoper Dresden beginnen demnächst die Richard-Strauss-Tage Kaum eine Verbindung zwischen einem Orchester und einem Komponisten dürfte inniger gewesen sein als die zwischen der Sächsischen Staatskapelle (früher Königlich-sächsische musikalische Kapelle) und Richard Strauss. Allenfalls in den Anfangsjahren des Orchesters, das 2024 sein immerhin (ununterbrochen) 475-jähriges Bestehen feiern wird, gab es ähnlich enge Verknüpfungen. Damals … Zum Auftakt ein Rosenkavalier weiterlesen
Wen die Götter lieben
Sächsische Staatsoper schließt zweite »Ring«-Aufführung ab Endzeitstimmung in Dresden – nach der »Götterdämmerung« fiel am Freitag der (vorerst) letzte Vorhang. Zweimal hatten Christian Thielemann und sein Orchester mit einem erlesenen Ensemble und dem Sächsischen Staatsopernchor im Januar und Februar Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« aufgeführt. Gleichzeitig emotional aufwühlend und tief berührend wurde die Geschichte … Wen die Götter lieben weiterlesen