Subtile Schatten

Igor Levit debütiert in Dresden Im Rahmen der neugeschaffenen Konzertreihe »Dresden Musik« kam nach Daniel Barenboim am gestrigen Montag Igor Levit in den Kulturpalast und präsentierte Ausschnitte aus seiner neuesten CD »Life«. Das »Leben« des Titels bezieht sich dabei weniger auf ein extrovertiertes »Ausleben«, sondern ganz konkret auch auf den Tod – das Programm ist … Subtile Schatten weiterlesen

Stimmen der Hoffnung

Konzert mit Violinen jüdischer Musiker als Schwerpunkt der Themenwoche »Erinnerung und Zukunft« Der Publikumszuspruch war enorm – ausverkaufter Kulturpalast, davor noch Menschen mit Schildern »suche Karte«. Die Reihe der Dresdner Philharmonie kommt an, das Interesse gerade an diesem Projekt war hoch. Zunächst als Überlassenschaft vorwiegend jüdischer Musiker entstanden, wurden in Israel beim Geigenbauer Moshe Weinstein … Stimmen der Hoffnung weiterlesen

Denkwürdiges Gedenkkonzert

Dresdner Kammerchor mit einer Uraufführung in der Frauenkirche Der 9. November war in diesem Jahr ein besonderer Gedenktag – es ist nun 80 Jahre her, daß mit der Pogromnacht die gewaltsame Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Juden in Deutschland begann. Der Dresdner Kammerchor und sein Leiter Hans-Christoph Rademann gedachten diesem Anlaß mit einem ausgewählten Programm … Denkwürdiges Gedenkkonzert weiterlesen

Ach diese süße, süße Melancholie…

Philharmonie mit dem »Rückkehrer« Bejun Mehta in der Dresdner Frauenkirche Etwas gewöhnungsbedürftig schien allenfalls die Zusammenstellung des »Melancholie« genannten Programms, denn auf Opernarien Georg Friedrich Händels folgte Samuel Barbers Adagio for strings Opus 11, das sich nicht nur der Entstehungszeit nach und im Charakter so gänzlich von Händel unterscheidet, es ist – im krassen Gegensatz … Ach diese süße, süße Melancholie… weiterlesen

Eine Angelegenheit der Gegenwart

Philharmonisches Kammerkonzert mit Bezug auf den Ersten Weltkrieg Als Auftakt zur Themenwoche »Erinnerung und Zukunft« fand am Mittwoch ein Kammerabend auf Schloß Albrechtsberg statt, der Komponisten in den Fokus rückte, die ihre Lebens- und Kriegserlebnisse ganz unterschiedlich ausgedrückt hatten. Ihre individuelle Ausprägung reichte von generellem Kriegsverlust und Tod bis zur persönlichen Betroffenheit, von artifizieller Verarbeitung … Eine Angelegenheit der Gegenwart weiterlesen

Beethoven und Schubert im Zentrum

Klavierabend mit Grigory Sokolov im Leipziger Gewandhaus Im allgemeinen hat man Werke zur Beethovenzeit im Dutzend oder im halben Dutzend herausgebracht, aber die elf Bagatellen Opus 119 waren ein Resultat verschiedener Ausgaben und der Verlagsfolge und sollten weniger irritieren – lieber elf Bagatellen als dreizehn Feen könnte man sagen. In seinen Zugaben war Grigory Sokolov … Beethoven und Schubert im Zentrum weiterlesen

Die Leichtigkeit der Schwere

Frank Peter Zimmermann und Martin Helmchen mit drei Beethoven-Sonaten in der Semperoper Irgendwie ist das typisch und paßt zu diesem Solisten: Frank Peter Zimmermann beginnt seine Residenz als »Capell-Virtuos« der Sächsischen Staatskapelle nicht mit einen Paukenschlag, dem Tschaikowski- oder Beethovenkonzert etwa, um später einmal einen Kammerabend »nachzuschieben«, sondern er setzt gerade diesen an den Anfang. … Die Leichtigkeit der Schwere weiterlesen

Konfessioneller Brückenschlag

Chor der Frauenkirche musizierte mit Gästen Beispiele für »wechselseitige« Kompositionen oder Aufführungen nach protestantischer bzw. katholischer Liturgie sind beileibe keine Seltenheit. Bachs h-Moll-Messe ist nur eines der bekanntesten Beispiele – betrachtet man die Musikgeschichte, finden sich etliche solche bis hin zu William Byrd oder Henry Purcell. Für uns ist es heute ganz normal, daß sich … Konfessioneller Brückenschlag weiterlesen

Neu hören

Reformationskonzert des Heinrich-Schütz-Kreises Dresden Das Musikleben ist ein reichhaltiges und veränderliches und hängt keineswegs statisch an Gewohnheiten fest. Heute sind wir es gewohnt, die sogenannte Alte Musik in historisch informierter Aufführungspraxis zu hören. Was keineswegs bedeutet, daß es dann so klingt wie bei Zelenka, Bach oder Schütz – schließlich kann das niemand bestimmt sagen. Aber … Neu hören weiterlesen