Apollon Musagète Quartett in der Dresdner Frauenkirche Überraschend am gestrigen Sonnabend und in gewissem Sinne auch »expressiv« waren nicht nur die großzügig karierten Anzüge des Apollon Musagète Quartetts. Den optischen Eindruck unterstrichen die vier durch ein energiegeladenes, die Strukturen offenlegendes Spiel. Dabei begannen sie ihr Programm allerdings eher mit einem Ruhepunkt: Bach. Der Contrapunctus 1, … Expression und Kontrapunkt weiterlesen
Schlagwort: Franz Schubert
Ans Licht
Hagen-Quartett im Palais im Großen Garten So experimentell klingt das gar nicht, wenn ein seit Jahrzehnten etabliertes Quartett ein Programm mit Schubert, Schostakowitsch und Beethoven ankündigt, dennoch kann man manche Überraschung erleben. Aber es sind nicht nur die Überraschungen, die man erwartet. Wer eine Karte für eines der in diesem Jahr raren Konzerte im Palais … Ans Licht weiterlesen
Frühling – Jetzt!
Ivor Bolton und das Festspielorchester eröffneten die Dresdner Musikfestspiele Zur Nachhaltigkeit der Intendanz Jan Voglers wird, ob man sie nun zukünftig bilanziert oder heute kurz innehält, ganz bestimmt eines zählen: das Dresdner Festspielorchester. Denn hier treffen sich nicht nur in jedem Mai und Juni Menschen, die mal eben gemeinsam historisch informiert musizieren. Das Orchester ist … Frühling – Jetzt! weiterlesen
Eigenwillige Kontraste
Klavierabend mit Evgeni Bozhanov in der Frauenkirche Der bulgarische Pianist Evgeni Bozhanov hat mit seiner Werkauffassung und individuellen Interpretationen schon manches Publikum verzückt, die Jurys von Klavierwettbewerben standen ihm jedoch nicht einhellig wohlwollend gegenüber. Wenn sich solches bereits in der Vita nachlesen läßt, erwartet man auf jeden Fall etwas Besonderes. Am Sonnabend konnten sich Zuhörer … Eigenwillige Kontraste weiterlesen
Sternstunde des Liedgesangs
Anja Harteros und Wolfram Rieger bezaubern die Semperoper Nur zehn Tage nach dem Liederabend mit Michael Volle und Helmut Deutsch luden Anja Harteros und Wolfram Rieger am Sonntag zur Matinée. Der Publikumszuspruch war mehr als erfreulich hoch und man kann resümierend sagen: so etwas hätte man gern öfter auf dem Programm! Nicht immer sind Liederzyklen … Sternstunde des Liedgesangs weiterlesen
Einfühlsamkeit und gestalterische Kraft
Liederabend mit Michael Volle und Helmut Deutsch in der Semperoper Die Zeiten, da es regelmäßig große Liederabende mit Gästen an der Sächsischen Staatsoper gab, sind leider vorbei. Mittlerweile beschränkt man sich – mit Ausnahmen – auf Sänger des eigenen Ensembles und die kleine Bühne von Semper Zwei, während die regelmäßigen Abende vom »Lied in Dresden« … Einfühlsamkeit und gestalterische Kraft weiterlesen
Lichte Poesie
Klavierabend mit Yefim Bronfman im Gewandhaus zu Leipzig Am Sonntagabend wurde der Zyklus großer Klavierabende in Leipzig fortgesetzt. Gleichzeitig war es ein Nachholen, denn das letzte Konzert mit Yefim Bronfman vor einigen Jahren war krankheitsbedingt ausgefallen. Ausgefallen, aber auf ganz andere Weise, sind eigentlich immer die Programme des usbekisch-israelisch-amerikanischen Pianisten. Gerne kombiniert er Werke unterschiedlichen … Lichte Poesie weiterlesen
Mit Verve
Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle beschließen (vorläufig) Schumann-Zyklus Mit dem zweiten Sinfoniekonzert im Oktober hatte Christian Thielemann bereits einen kleinen Zyklus vollendet, jenen der Sinfonien Robert Schumanns, kürzlich folgte dem eine Aufführung des Klavierkonzertes nach. Im achten Sinfoniekonzert wurde nun ein Schlußpunkt gesetzt – soweit man unter Schumann und in Dresden einen Schlußpunkt setzen … Mit Verve weiterlesen
Beethoven und Schubert im Zentrum
Klavierabend mit Grigory Sokolov im Leipziger Gewandhaus Im allgemeinen hat man Werke zur Beethovenzeit im Dutzend oder im halben Dutzend herausgebracht, aber die elf Bagatellen Opus 119 waren ein Resultat verschiedener Ausgaben und der Verlagsfolge und sollten weniger irritieren – lieber elf Bagatellen als dreizehn Feen könnte man sagen. In seinen Zugaben war Grigory Sokolov … Beethoven und Schubert im Zentrum weiterlesen
Bild und Spiegel
Neue CD von Andrea Lucchesini mit zwei reizvollen Werkpaarungen Erlebt man zeitgenössische Werke heute im Konzert, sind diese meist recht kurz, manchmal sogar knapp. Hinterfragt man diese Kompositionen jedoch, ist oft festzustellen, daß sie einen weiter gefaßten Zusammenhang bergen, Teile eines großen Ganzen sind oder Bezüge auf andere Werke enthalten. Der italienische Pianist Andrea Lucchesini … Bild und Spiegel weiterlesen