Purcells »Dido and Aeneas« am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin Die tragische Liebesgeschichte von Dido und Aeneas wurde durch Vergil zum Epos geformt, allein an die 90 (!) Opernadaptionen gibt es davon, von Hector Berlioz (»Les Troyens«) bis zu Johann Adolph Hasse (»Didone abbandonata«, »Die verlassene Dido«, 1742 auf Schloß Hubertusburg uraufgeführt). Eine der berührendsten Fassungen stammt … Epos auf den Punkt gebracht weiterlesen
Schlagwort: Henry Purcell
Die Vielfalt Europas
Capella Trinitatis spielte in Waldenburg Musik des 17. Jahrhunderts Nicht erst, seitdem Chemnitz zur Europäischen Kulturhauptstadt gewählt wurde, steht Europa bei der in Chemnitz beheimateten Sächsischen Mozartgesellschaft immer wieder im Fokus. Die Gesellschaft ist in weiten Teilen Sachsens verankert und gestaltet seit Jahren eine Konzertreihe im Schloß Waldenburg. Am Ostermontag hieß es dort mit der … Die Vielfalt Europas weiterlesen
Vorsicht, Zauber!
Lehramtsstudenten brachten Henry Purcells »Dido und Aeneas« auf die Bühne So zuverlässig wie die Jahresproduktionen der Opernklasse der Hochschule für Musik haben sich mittlerweile die Inszenierungen der Lehramtsstudenten am Herbstbeginn im Kalender etabliert. Die aktuelle Produktion, Henry Purcells »Dido und Aeneas« (Libretto: Nahum Tate), ging am Wochenende gleich viermal über die Bühne des Labortheaters. Ähnlich … Vorsicht, Zauber! weiterlesen
Witz und Wahnsinn
Ensemble Lachrymae in der Dresdner Theaterruine Am Sonntag war das 2021 gegründete Ensemble Lachrymae erstmals in Dresden zu Gast und präsentierte in der St.-Pauli-Theaterruine sein Programm »Wahnsinn«. Tags zuvor spielten die jungen Musiker in der Schaubühne Lindenfels (Leipzig) in einem ausverkauften Haus – das dürfte in Dresden und anderswo bald ähnlich sein. Denn das Programm … Witz und Wahnsinn weiterlesen
(Zu) viel Farbe
Quatuor Ébène begeistert bei seiner Rückkehr das Dresdner Publikum So schön und gelungen der neue Konzertsaal der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast auch ist – für Kammermusik eignet er sich nicht wirklich. Akustisch einwandfrei, nimmt er schon in seiner Größe dem Anlaß die Intimität. Leider verstärkte sich das gestern noch um zwei Grade: die überflüssige, wechselnde … (Zu) viel Farbe weiterlesen
Englands schönste Gärten
Daniel Harding und die Sächsische Staatskapelle sorgen für musikalischen Aufschwung Verschlüsseltes und verstecktes zu entdecken kann in der Musik ebensoviel Freude bereiten wie das Abschweifen. Daniel Harding brachte zu seinem Auftritt in Dresden drei Stücke von der Britischen Insel mit, die das Repertoire bereicherten. Darüber hinaus gab es eine Wiederbegegnung mit dem ebenso sympathischen wie … Englands schönste Gärten weiterlesen
Phantasie und Consort
KITGUT QUARTET BELEUCHTET ANFÄNGE DES STREICHQUARTETTS Dem Ursprung des Streichquartetts haben sich schon manche Aufnahmen angenähert. Natürlich findet man es bei Joseph Haydn, aber man kann ebenso schauen, wo dessen Ursprung lag. Das Casal Quartett fand so zum Beispiel zu Franz Xaver Richter, doch muß der End- bzw. Anfangspunkt damit noch nicht erreicht sein. Armandine … Phantasie und Consort weiterlesen
Fast wie geplant
Sächsische Staatskapelle holt Aufführungsabend nach Nachdem zwei Aufführungsabende im April und Mai hatten ausfallen müssen, hob die Sächsische Staatskapelle Dresden und das Programm des einen (fast) wieder zurück. Aus dem ursprünglich vierten Aufführungsabend wurde ein »außerordentlicher«. Um trotz reduzierten Platzangebotes mehr Publikum zu erreichen, wurde er an beiden Wochenendtagen aufgeführt. Das Platzangebot auf der Bühne … Fast wie geplant weiterlesen
Mahlers überlanger Abschied
Gedenkkonzert der Sächsischen Staatskapelle Am Tag der Zerstörung Dresdens erklingen in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle meist Requien, Messvertonungen, im vergangenen Jahr ein Stabat Mater. Der Donnerstag war der mittlerweile 75. Jahrestag, und bei dem Dirigenten Daniel Harding hätte man zum Beispiel Benjamin Brittens War Requiem erwarten können, nebenbei gesagt ein großartiges Werk. Doch der Music … Mahlers überlanger Abschied weiterlesen
Gravitätisch und festlich
Vox Orchester legt »englische« CD vor Vor vier Jahren wurde unter der Leitung von Lorenzo Ghirlanda das Vox-Orchester gegründet, zwanzig junge Menschen aus zehn Ländern, die sich von Beginn für Alte Musik und die historische Aufführungspraxis entschieden hatten. Für sie ist selbstverständlich, was Harnoncourt, Leonhard und Co erstritten haben. Nicht nur gestritten, sondern gekämpft, wurde … Gravitätisch und festlich weiterlesen