Christian Thielemanns triumphale Rückkehr Nach seinem runden Geburtstag im April und den Bayreuther Festspielen hatte sich der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden diesmal eine lange Auszeit gegönnt. Zu lang, wie viele fanden, denn sowohl der Spielzeitauftakt wie auch wichtige Opernproduktionen (»Der Rosenkavalier«) wären doch eigentlich Chefsache gewesen. Seit dem fünften Sinfoniekonzert herrschen nun wieder »klare … Aufbruch ins Beethoven-Jahr weiterlesen
Schlagwort: Ludwig van Beethoven
Im Farbenrausch
Dresdner Philharmonie und Rafael Payare im Sinfoniekonzert Mit einem Programm großer Stimmungsbilder und von enormer Farbenkraft debütierte Rafael Payare am Wochenende bei der Dresdner Philharmonie. Gleichzeitig war es der erste von sechs Abenden mit Werken des aktuellen »Composer in Residence« Brett Dean. Dean, ehemaliges Mitglied der Berliner Philharmoniker und seit langem ein arrivierter Komponist, war … Im Farbenrausch weiterlesen
(Gute) alte Schule
Schumann Quartett in der Dresdner Frauenkirche Junge Quartette, so könnte man schließen, müssen spritzig und energievoll, mitreißend spielen. Zumindest ist das zu vermuten, wenn man hört, wie manche Ensembles in der Presse und vom Publikum beschrieben werden (was aber durchaus nicht dem Tenor der Rezension entsprechen muß). Dabei erweist sich das so naheliegende Bild schnell … (Gute) alte Schule weiterlesen
Musik und Diner
Wiener Nacht auf Schloß Proschwitz Zur Reihe der »Abweichungen« vom normalen Konzertformat gehören beim Moritzburg Festival neben öffentlichen Proben, Portraitkonzerten und Lesungen mit Musik auch das Gala- oder Dinerkonzert auf dem Weingut Schloß Proschwitz, und das schon seit vielen Jahren. Seit langem hat man dann die Qual der Wahl: in die kleine Kirche von Steinbach … Musik und Diner weiterlesen
Von Batzdorf nach Wien
Peter Rösel bei den Höfen des Meißnischen Landadels Die sommerliche »Musik an den Höfen des Meißnischen Landadels« erreichte am Freitag die dritte Station eines reichen Programmes. Variationen in Orten und Konzerten schließt es ebenso ein wie beständige »Fixpunkte«. Den Pianisten Peter Rösel kann man zu den letzteren zählen, schon viele Veranstaltungsorte hat er in den … Von Batzdorf nach Wien weiterlesen
Hinter jeder Note lauert eine Überraschung
»Bagatellen« mit Herbert Schuch Er ist bei weitem nicht der Erste, der klassische und zeitgenössische Werke ineinander verschränkt, der Pianist Herbert Schuch. Und doch kann man eben keine beliebige Folge oder Gegenüberstellung schaffen, wenn man beispielsweise allein Bach und Schleiermacher zusammenfaßte. Herbert Schuch hat sich für den 2006 verstorbenen György Ligeti und Ludwig van Beethoven … Hinter jeder Note lauert eine Überraschung weiterlesen
Alle Farben der Seele – aus schwarzen und weißen Tasten
Grigory Sokolov im Kulturpalast Grigory Sokolov ist kein glamouröser Starpianist, sondern einer für Kenner und Liebhaber – einer der besten. Einer, dem man nachreist (nach Leipzig zum Beispiel, wo er schon einige Male war), den man nur alle paar Jahre hören kann. Der in eine einsame, exklusive »Liga« weniger Auserwählter gehört. So wie Pierre Laurent … Alle Farben der Seele – aus schwarzen und weißen Tasten weiterlesen
Ans Licht
Hagen-Quartett im Palais im Großen Garten So experimentell klingt das gar nicht, wenn ein seit Jahrzehnten etabliertes Quartett ein Programm mit Schubert, Schostakowitsch und Beethoven ankündigt, dennoch kann man manche Überraschung erleben. Aber es sind nicht nur die Überraschungen, die man erwartet. Wer eine Karte für eines der in diesem Jahr raren Konzerte im Palais … Ans Licht weiterlesen
Zum Glück mehr als Lichtspiele und Husten
Fazıl Say schloss seine Residenz bei der Philharmonie mit Klavierabend ab Es war der dritte und bereits letzte Abend mit Fazıl Say bei der Dresdner Philharmonie. Nach zwei Uraufführungen im Rahmen von Sinfoniekonzerten im August und März kehrte der Komponist nun als Pianist in den Kulturpalast zurück. Den Komponisten ließ er trotzdem nicht »zu Hause«, … Zum Glück mehr als Lichtspiele und Husten weiterlesen
Der Entdecker
Herbert Blomstedt bringt den Leipzigern Wilhelm Stenhammar nahe Es ist schon unglaublich: die geradezu blühende Jugendlichkeit, mit der Herbert Blomstedt auftritt, läßt sich nicht nur an der erstaunlichen Elastizität seiner Bewegungen ablesen, sie ist auch geistig gegeben. Nach wie vor ist der Dirigent aufgeschlossen für neues, für zeitgenössische Musik, für neue Begegnungen. Und so verwundert … Der Entdecker weiterlesen