Schweden-Doppel

Herbert Blomstedt dirigiert Schubert und Berwald im Gewandhaus zu Leipzig Da kann man als Dresdner Rezensent schon ein wenig neidisch sein. Klar, zur Staatskapelle kommt Herbert Blomstedt auch in jedem Jahr, nach Leipzig aber öfter. Und vor allem: hier entstehen seit Jahren großartige CD-Produktionen. Beethoven, Bruckner, Brahms und jetzt Schubert – aus Dresden kann man … Schweden-Doppel weiterlesen

Böhmischer Reigen

Sonderkonzert mit dem ehemaligen Kapellmitglied Petr Popelka im Dresdner Kulturpalast Zehn Jahre lang, von 2010 bis 2020, war Petr Popelka Mitglied der Sächsischen Staatskapelle. Eines der positiv auffälligsten, denn der Kontrabassist trat schon damals als Dirigent und Komponist immer wieder in Erscheinung. Das Dirigieren nahm irgendwann nicht nur zu, sondern wurde Hauptbestandteil seiner Arbeit. Nach … Böhmischer Reigen weiterlesen

Wellentäler und Sturmhöhen

Ariane Matiakh bezaubert das Publikum der Dresdner Philharmonie mit Seebildern Dirigentin Ariane Matiakh gelingt es, mit Projekten und Programmen ein eindrückliches, nachhaltiges Bild zu hinterlassen. Das liegt nicht zuletzt daran, daß es ihr gelingt, ganze Themenabende stimmig in Szene zu setzen. Am Wochenende war sie mit dem Pianisten Alexander Melnikov bei der Philharmonie zu Gast … Wellentäler und Sturmhöhen weiterlesen

Von Wagner bis Widor

Notre-Dame-Organist Olivier Latry zurück in Dresden Das anfangs vergessene Stiefkind hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt: die Eule-Orgel des neuen Dresdner Kulturpalastes, zunächst gar nicht vorgesehen und erst nachträglich durch eine auf Spenden basierende Finanzierung in die Planung integriert, zeigt seit ihrer Einweihung ihre Vielseitigkeit und was man mit ihr im Konzertsaal alles machen kann, … Von Wagner bis Widor weiterlesen

Nordischer Wind in der Kreuzkirche

Thorsten Ahlrichs zu Gast beim Dresdner Orgelzyklus Wie vor drei Wochen (Domorganist Johannes Ruben Sturm) hatte Kreuzorganist Holger Gehring gestern wieder Glück, diesmal in Thorsten Ahlrichs schon »Unter der Stehlampe« vorab nicht nur einen eloquenten und auskunftsfreudigen Gesprächspartner zu finden, sondern auch einen, der wesentliche Aspekte seiner Arbeit und Tätigkeit gut vermitteln konnte. Für Ahlrichs, … Nordischer Wind in der Kreuzkirche weiterlesen

Mit steigender Tendenz

Prager Symphonieorchester und Camille Thomas bringen Dvořák in die Dresdner Frauenkirche Ohne Motto geht es heute kaum noch. »Heimat und Fremde« war das Konzert am Freitagabend in der Dresdner Frauenkirche übertitelt, was vieles heißen kann. Auf Antonín Dvořák, der von Böhmen nach Amerika ging, trifft es zweifellos zu, setzte er sich doch dezidiert mit der … Mit steigender Tendenz weiterlesen

Zwischen Salon, Konzertsaal und Theater

Pianist Till Fellner führt im Thêátre des Champs-Elysées Schubert und Beethoven auf Ein Aufenthalt in Paris kann Überraschungen bergen. Für ein Festkonzert mit dem Insula orchestra angereist (Bericht folgt), stand der Rezensent vor dem Problem, wegen der Kurzfristigkeit keine unmittelbare Rückfahrt am Sonntag mehr zu bekommen, jedoch – man müßte schon sehr ahnungslos sein, keine … Zwischen Salon, Konzertsaal und Theater weiterlesen

Verdrehte Verhältnisse

Myung-Whun Chung und die Staatskapelle stellen das Programm auf den Kopf Neue Wege gehen oder neues wagen ist derzeit sehr in Mode, auch im Konzertbetrieb. Dabei sollte man sich eigentlich hüten, wahllos alles umzustoßen, was überliefert wurde. Schließlich ist die übliche Konzertform aus Ouvertüre, Konzertstück und Sinfonie kein zufälliges Resultat oder das einer Willkür, wozu … Verdrehte Verhältnisse weiterlesen

Das ruft schon nach einem Zyklus – oder zwei?

Collegium 1704 mit Haydn und Beethoven Wenn die Prager Musiker um Leiter Václav Luks einmal ohne ihren Chor kommen, fehlt vielen Besuchern schon etwas. (Keine Sorge, bei den nächsten Konzerten sind sie wieder mit dabei!) Wenn das Collegium 1704 dann noch in der Zeit aus seiner »gewohnten Umgebung«, also dem Barock, ausbricht, könnte man beinahe … Das ruft schon nach einem Zyklus – oder zwei? weiterlesen

Abschluß des Weihnachtskreises

Kreuzvesper zu Lichtmeß Anders als sonst, wenn sich die Kreuzvesper jeweils auf den Vorabend des folgenden Sonntags bezieht (was in diesem Fall der erste Sonntag der Vorpassionszeit, Septuagesimä, gewesen wäre), feierte sie am vergangenen Wochenende die Vollendung des Weihnachtskreises am 2. Februar (Lichtmeß). Das Licht war nicht nur im Titel gegeben, es gehört zur Lichtmeß-Vesper … Abschluß des Weihnachtskreises weiterlesen