Augustin Hadelich und Jakub Hrůša bei der Sächsischen Staatskapelle Der Name Béla Bartók bremst die Vorfreude mancher Konzertbesucher ob der zu erwartenden Moderne oder Avantgarde – zu Unrecht! Immer wieder erweisen sich seine Werke als Schatzkistchen, aus dem folkloristisch funkelnde Rhythmen ebenso sprudeln wie süffige Melodiösität. Das war gestern im siebenten Sinfoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle … Bartók mit »Wow-Effekt« weiterlesen
Schlagwort: Béla Bartók
Mit Liebe und Temperament
Kammerabend der Staatskapelle feiert Ligeti und Bartók Manchmal steckt in einem halben Kammerabend mehr als in einem großen Konzert – fast schon ein Portrait war das, was die Musiker der Sächsischen Staatskapelle am Donnerstag in der Semperoper boten. Natürlich faßt das »Portrait« bei einem Komponisten wie György Ligeti und dessen umfangreichen Œuvre viel zu kurz, … Mit Liebe und Temperament weiterlesen
Herzschlag in lichter, luftiger Weite
Augustin Hadelich kehrte am Wochenende zur Dresdner Philharmonie zurück Der deutsch-amerikanische Geiger Augustin Hadelich ist in Dresden bei Orchester wie Publikum scheinbar gleichermaßen beliebt. Immer wieder wird er seit seinem Auftritt 2017, damals auf der Interims-Spielstätte des Schauspielhauses (Dirigent: Juanjo Mena), eingeladen. Damals spielte er das zweite Violinkonzert von Béla Bartók und servierte einen romantischen … Herzschlag in lichter, luftiger Weite weiterlesen
Panflöte trifft Jehmlich-Orgel
Bergfest beim Dresdner Orgelsommer Photo: Sebastian Pachel Der Begriff »panische Angst«, glaubte meine Sitznachbarin mich erinnern zu müssen, hätte seinen Ursprung beim Hirtengott Pan. (Unglaublich! Wußte sie etwa nicht, wie oft, lange und tief ich mich allein mit Claude Debussys »Syrinx« auseinandergesetzt habe?) Tatsächlich soll Pan der Nymphe Syrinx nachgestellt sein, weshalb sich diese – … Panflöte trifft Jehmlich-Orgel weiterlesen
Barfuß oder Lackschuh
Deutsche Streicherphilharmonie sicher auf dem Konzertsaalparkett Werden Schuhe im Dresdner Kulturpalast langsam zum Problem? Kürzlich erst mußte Jean-Yves Thibaudet mit Turnschuhen auftreten, am Donnerstag stach ihn Wolfgang Hentrich, im Hauptberuf Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, glatt aus: Lackschuhe zum schlichten schwarzen Anzug – vollkommen overdressed! (Im Gegensatz dazu treten manche Solisten heutzutage barfuß auf.) Doch der … Barfuß oder Lackschuh weiterlesen
Tanz auf dem Vulkan
Antoine Tamestit begann Residenzsaison bei der Sächsischen Staatskapelle Das ist schon etwas Besonderes, wenn der Capell-Virtuos oder sonst ein Residenzkünstler, einmal kein Violinist oder Pianist ist. Dabei zeigen die durchaus gegebenen Beispiele von Cellisten, Harfenisten oder Countertenören, wie bereichernd solche Standardabweichungen sein können. Im Fall von Antoine Tamestit scheint diese Bereicherung schon vorab garantiert. Einerseits, … Tanz auf dem Vulkan weiterlesen
Differenzierte Auslotung
Solo-CD der Violinistin Liv Migdal Vergangenen Monat hatten wir Liv Migdals Rezital-Konzert in der Dresdner Frauenkirche besucht (unser Bericht: https://neuemusikalischeblaetter.com/2020/10/13/sensible-geigerin/). In der ungewollt stillen Zeit haben wir noch einmal in ihre aktuelle CD hineingehört. Wie im erlebten Konzertprogramm spielt sie darauf Johann Sebastian Bachs Sonate für Violine solo Nr. 3 (BWV 1005) und Paul Ben-Haims … Differenzierte Auslotung weiterlesen
Elbland Philharmonie mit Bartók, Haydn und Mozart
1. Philharmonische Konzert in Pirna Nach dem Sonderkonzert zum Sommerausklang mit Mozart, Debussy und Massenet an gleicher Stelle kehrte die Elbland Philharmonie am Donnerstag für die Reihe der Philharmonischen Konzerte in die Pirnaer Marienkirche zurück. Auch diesmal gab es Mozart, wieder war eine ganz besondere Solistin dabei. Den Auftakt bereitete Gastdirigent Gábor Hontvári jedoch mit … Elbland Philharmonie mit Bartók, Haydn und Mozart weiterlesen
Klavierrezital der Residenzkünstlerin
Anna Vinnitskaya gibt im Dresdner Kulturpalast eine Visitenkarte ab Mit Sergej Prokofjews zweitem Klavierkonzert hatte Anna Vinnitskaya ihre Spielzeit bei der Dresdner Philharmonie begonnen, nun legte sie mit einem Solorezital nach – am Sonntagvormittag spielte sie im bestens besuchten Kulturpalast Werke von Johannes Brahms, Béla Bartók, Robert Schumann und Frédéric Chopin. Manche der Stücke oder … Klavierrezital der Residenzkünstlerin weiterlesen
Annäherung und Entfernung stimmig verbunden
François-Xavier Roth und Pierre-Laurent Aimard im Großen Concert des Gewandhausorchesters Je »näher« uns Werke zeitlich rücken, desto fremder scheinen sie dem Publikum manchmal, dem man oft unterstellt, es käme gern zu Mozart und Beethoven, bleibe aber fern, wenn Schönberg oder Stockhausen auf dem Spielplan stehen. Getreu unserem Motto, sich mit denen zu (er)freuen, die kommen, … Annäherung und Entfernung stimmig verbunden weiterlesen