Zum Auftakt ein Rosenkavalier

An der Semperoper Dresden beginnen demnächst die Richard-Strauss-Tage Kaum eine Verbindung zwischen einem Orchester und einem Komponisten dürfte inniger gewesen sein als die zwischen der Sächsischen Staatskapelle (früher Königlich-sächsische musikalische Kapelle) und Richard Strauss. Allenfalls in den Anfangsjahren des Orchesters, das 2024 sein immerhin (ununterbrochen) 475-jähriges Bestehen feiern wird, gab es ähnlich enge Verknüpfungen. Damals … Zum Auftakt ein Rosenkavalier weiterlesen

Nacht- oder Lichtgestalt?

Kathryn Lewek erobert die Semperoper mit fulminanter »Königin der Nacht« Die »Zauberflöte« der Semperoper ist beinahe unbemerkt ins Repertoire gerutscht – zur Premiere im Herbst 2020 kam sie nur als gekürzte Pandemiefassung auf die Bühne, dabei blieb es nach dem Wiederbeginn noch lange Zeit. Mittlerweile läuft Josef E. Köpplingers Inszenierung jedoch ungekürzt und ist etabliert … Nacht- oder Lichtgestalt? weiterlesen

Verdrehte Verhältnisse

Myung-Whun Chung und die Staatskapelle stellen das Programm auf den Kopf Neue Wege gehen oder neues wagen ist derzeit sehr in Mode, auch im Konzertbetrieb. Dabei sollte man sich eigentlich hüten, wahllos alles umzustoßen, was überliefert wurde. Schließlich ist die übliche Konzertform aus Ouvertüre, Konzertstück und Sinfonie kein zufälliges Resultat oder das einer Willkür, wozu … Verdrehte Verhältnisse weiterlesen

Kann man Minimal Music maximal dehnen?

Simeon ten Holts »Canto Ostinato« im Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle Die Diskussion um künftige Konzertformate treibt mitunter, bis hin zu Farblichtinszenierungen und überflüssigen Moderationen, nervige Stilblüten. Am gelungensten erweisen sich immer wieder jene Versuche, die nicht von außen angeregt oder von einem Management bestimmt, sondern von den Künstlern selbst initiiert werden. Solchen Wagnissen darf man … Kann man Minimal Music maximal dehnen? weiterlesen

Brückenschlag über die Zeit

Gedenktagkonzert des Dresdner Kreuzchores Es scheint momentan, als gelänge Kreuzkantor Martin Lehmann alles. Dabei ist es keineswegs Glück oder nur ein momentanes »Händchen«. Davon zeugten am Sonnabend im Gedenktagkonzert (zum Tag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945) zum Beispiel die Gregorianischen Choräle Lux aeterna und Requiem aeternam, welche die Männerstimmen vortrugen – welcher Knabenchor … Brückenschlag über die Zeit weiterlesen

Wen die Götter lieben

Sächsische Staatsoper schließt zweite »Ring«-Aufführung ab Endzeitstimmung in Dresden – nach der »Götterdämmerung« fiel am Freitag der (vorerst) letzte Vorhang. Zweimal hatten Christian Thielemann und sein Orchester mit einem erlesenen Ensemble und dem Sächsischen Staatsopernchor im Januar und Februar Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« aufgeführt. Gleichzeitig emotional aufwühlend und tief berührend wurde die Geschichte … Wen die Götter lieben weiterlesen

Ins Gespräch vertieft mit Bach

Rezital der Capell-Virtuosin Julia Fischer Im Herbst hatte Julia Fischer nicht nur in Dresden mit Felix Mendelssohns zweitem Violinkonzert brilliert (unseren Bericht finden Sie hier: https://neuemusikalischeblaetter.com/2022/10/26/wir-sind-berauscht/), sie war anschließend mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle auf Gastspielreise gegangen. Am Donnerstag kehrte sie für einen Rezitalabend in die Semperoper zurück. Anders als sonst meist bei … Ins Gespräch vertieft mit Bach weiterlesen

Wotan kehrt zurück – mit Verdi

Semperoper bringt Frühwerk »Attila« konzertant auf die Bühne Seit Sonnabend kann man – zweimal noch – eines der frühen Verdi-Bühnenwerke an der Sächsischen Staatsoper erleben. »Attila« ist bereits die neunte Oper des noch jungen Komponisten, der sich 1846 jedoch bereits mit Werken wie »Nabucco«, »Ernani« und »I due Foscari« einen Namen gemacht hatte. Nun kommt … Wotan kehrt zurück – mit Verdi weiterlesen

Thielemanns langer Schatten

Ring-Festzeit an der Semperoper Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« ist schon zu normalen Zeiten ein Großprojekt, das die Semperoper nicht jährlich anbietet, sondern in zeitlichen Abständen – die sich noch verlängern, wenn eine Pandemie dazwischenkommt. Und weil diese alle betraf, kam es zuletzt zu einer Art »Ringstau« – binnen weniger Monate und Kilometer war … Thielemanns langer Schatten weiterlesen